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Versicherungen – Aktuelles

Versicherungsratgeber ​ – Oktober /2018

Alles rund um die Krankenversicherung

Da sind die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums Thema Krankenkasse.

Die angezeigte Prämie ist falsch.

Ursache für eine Abweichung gegenüber Ihrer Grundversicherungsprämie können sein:

  • eine unterschiedliche Franchise,

  • eine unterschiedliche Unfalldeckung,

  • ein unterschiedliches Versicherungsmodell (Standard-Grundversicherung, Hausarzt, HMO etc.),

  • eine bereits von der Prämie abgezogene Prämienverbilligung oder

  • die bereits von der Prämie abgezogene Rückerstattung der Umwelt-Lenkungsabgabe.

 

Kann ich trotz Krankheit die Franchise ändern?

Die Franchise kann problemlos per Ende Jahr erhöht oder gesenkt werden.

 

Senkung der Franchise:

  • Bis zum 30. November bzw. letzten Arbeitstag im November (Eintreffen des Briefes beim Versicherer) muss die gewünschte Senkung der Franchise der Krankenkasse schriftlich mitgeteilt werden.

 

Erhöhung der Franchise:

  • Eine Erhöhung der Franchise muss der Krankenkasse bis zum 31.12. bzw. bis zum letzten Arbeitstag im Dezember mitgeteilt werden.

 

Muss ich beim Abschluss der Grundversicherung Gesundheitsfragen beantworten?

  • Nein! Jede Krankenkasse muss Sie vorbehaltlos in die obligatorische Grundversicherung aufnehmen, ungeachtet Ihres Alters oder Gesundheitszustandes. Füllen Sie darum den Fragebogen mit den Gesundheitsfragen nur aus, wenn Sie eine Zusatzversicherung abschließen wollen.
     

Muss ich für eine Zusatzversicherung Gesundheitsfragen beantworten?

  • Ja, bei Zusatzversicherungen sind Sie verpflichtet, die Gesundheitsfragen zu beantworten. Häufig müssen die Erkrankungen und ärztlichen Behandlungen der letzten fünf Jahre deklariert werden.

Die Fragen und ihre Anzahl unterscheiden sich je nach Krankenkasse. Es gibt keine Tipps, welche Krankenkassen viele und welche Kasse wenige Fragen zur Gesundheit stellt.

Es empfiehlt sich, die Gesundheitsdeklaration wahrheitsgetreu auszufüllen, da die Krankenkasse berechtigt ist, auch im Nachhinein Sanktionen einzuleiten. Das Spektrum der Maßnahmen reicht sich von einem Ausschluss der Versicherungsleistung für eine bestimmte Krankheit bis zu einer Kündigung. Erhält ein Versicherter einen Ausschluss der Deckung für eine Krankheit, übernimmt die Zusatzversicherung keine Behandlungen für diese Krankheit. Genaue Angaben dazu finden Sie in den Versicherungsbedingungen der Zusatzversicherung.
 

Was leistet die Grundversicherung im Ausland?

  • Leistungen werden nur für Notfall mäßige Behandlungen ausgerichtet. Im Ausland zahlt die obligatorische Grundversicherung maximal den doppelten Betrag, den die gleiche Behandlung in der Schweiz gekostet hätte. Innerhalb Europas genügt dies, in gewissen Überseegebieten, ins besonders in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Japan, ist ein zusätzlicher Versicherungsschutz aber unbedingt erforderlich.
     

In der Schweiz Versicherte, die sich im EU- oder EFTA-Raum Notfall massig ärztlich behandeln lassen müssen:

Seit anfangs 2006 haben alle Versicherten in der Schweiz hierfür eine Versichertenkarte, die das Formular E111 überflüssig macht. Auf der Versichertenkarte in der Größe einer Kreditkarte sind die administrativen Angaben, wie Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Versicherer und Versicherten-Nummer enthalten.

 

Brauche ich während des Militärdienstes eine Krankenversicherung?

Dies hängt von der Dauer des Militärdienstes ab.
Im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) heißt es in Art.3 Abs.4: „Die Versicherungspflicht wird sistiert für Personen, die während mehr als 60 aufeinander folgenden Tagen dem Bundesgesetz vom 19. Juni 1992 über die Militärversicherung (MVG) unterstellt sind.“ Das heißt, dass Sie bei längeren Dienstzeiten keine Prämien für die obligatorische Grundversicherung bezahlen müssen. Sie müssen einfach der Krankenkasse den Nachweis erbringen, wie lange Sie Militärdienst zu leisten haben (Kopie des Marschbefehls einschicken).

 

Ihre Julia Scandella

15. Oktober 2018

Stellenangebot – Oktober /2018

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15. Oktober 2018

 

Versicherungsratgeber – September/2018

ALLES RUND UM BVG

Die berufliche Vorsorge ist seit 1985 die 2. Säule des Schweizer Sozialsystems BVG. Als sogenannte Pensionskasse soll sie dazu beitragen, auch nach der Pensionierung den bisherigen Lebensstandard möglichst weitgehend aufrechtzuerhalten. Unter beruflicher Vorsorge versteht man betriebliche Pensionskassen. Das ist die 2. Säule des Sozialsystems in der Schweiz. Sie wird im Bundesgesetz über berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) geregelt.

Wie hoch ist der Mindestlohn für die obligatorische Unterstellung unter das BVG?

Personen, die von einem Arbeitgeber einen Jahreslohn von mehr als 21'150 Franken und beziehen, sind obligatorisch BVG versichert. Die Versicherung gegen die Risiken Tod und Invalidität läuft ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres. Das Altersparen beginnt am 1. Januar nach Erreichen des 24. Altersjahres.

Kann ich mein BVG-Altersguthaben bar beziehen, wenn ich die Schweiz endgültig verlassen?

Eine Barauszahlung des BVG-Altersguthabens ist möglich, wenn die Person nachweisen kann, dass sie die Schweiz endgültig verlässt, um sich im Ausland niederzulassen. Bei einem Umzug in ein EU-Land (Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern) oder nach Island oder Norwegen ist eine Barauszahlung des BVG-Vorsorgeguthabens ab dem 1. Juni 2007 nicht mehr möglich, wenn die Person in diesem Land weiter gegen die Risiken Alter, Tod und Invalidität versichert ist (auch ausgeschlossen bei Ausreise nach Bulgarien oder Rumänien ab 1. Juni 2009). Die Auszahlung des überobligatorischen Teils des Vorsorgekapitals (im Gegensatz zum BVG-Minimum) ist hingegen weiterhin möglich. Eine Barauszahlung ist auch nach dem 1. Juni 2007 möglich, wenn die Person in ein anderes Land als die hier erwähnten zieht. Bei der definitiven Ausreise aus der Schweiz nach Liechtenstein ist die Barauszahlung schon heute nicht erlaubt.

Sind arbeitslose Personen in der zweiten Säule versichert?

Personen, die eine Arbeitslosenentschädigung von über 81,20 Franken pro Tag erhalten, sind für die Risiken Invalidität und Tod, nicht aber für das Alter obligatorisch BVG-versichert. Die versicherte Person und die Arbeitslosenversicherung bezahlen je die Hälfte der Beiträge.

Die Austrittsleistung von arbeitslosen Personen ist einer Freizügigkeitsstiftung (Bank oder Versicherung) zu überweisen, oder direkt an die BVG-Auffangeinrichtung. Die Altersvorsorge kann freiwillig weitergeführt werden. Die Vorsorgeeinrichtung hat die betroffenen Versicherten über diese Möglichkeit zu informieren. Die Weiterversicherung ist bei der bisherigen Vorsorgeeinrichtung möglich – falls deren Reglement es vorsieht, was selten der Fall ist –, oder bei der Auffangeinrichtung. Die Kosten der freiwilligen Weiterversicherung gehen vollständig zulasten der versicherten Person.

Ich weiss nicht, wo sich mein BVG-Altersguthaben befindet: An wen kann ich mich wenden?

Falls Sie nicht wissen, wo sich Ihre 2. Säule-Guthaben befinden, können Sie die Zentralstelle 2. Säule kontaktieren. Diese Stelle ist zuständig für Informationen zu "vergessenen BVG-Guthaben». Siehe auch die Seite Vergessene Freizügigkeitsguthaben.

Welche Auswirkungen hat eine Ehescheidung auf die berufliche Vorsorge?

Im Falle einer Scheidung wird das Guthaben aus der 2. Säule zwischen den Ehegatten aufgeteilt. Geteilt wird das während der Ehe von beiden Ehegatten erworbene Vermögen, nicht aber das vor der Ehe angesparte Vorsorgeguthaben. Die Änderungen zum Vorsorgeausgleich bei Scheidung traten am 1. Januar 2017 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt werden die Vorsorgeansprüche auch dann geteilt, wenn einer der Ehegatten bereits eine Invaliden- oder Altersrente der 2. Säule bezieht.

Kann ich mein BVG-Altersguthaben beziehen, um Wohneigentum zu erwerben?

Versicherte können den Vorbezug des Vorsorgeguthabens für den Erwerb von Wohneigentum, die Rückzahlung von Hypothekardarlehen oder den Erwerb von Anteilscheinen an Wohnbaugenossenschaften nutzen. Ein Vorbezug kann alle 5 Jahre erfolgen. Nach dem 50. Altersjahr ist die Höhe des Barbezugs beschränkt. Bei verheirateten Versicherten ist die schriftliche Zustimmung des Ehegatten erforderlich. Wird das Wohneigentum verkauft, muss der vorbezogene Betrag rückerstattet werden.

 

Ich arbeite für mehrere Arbeitgeber: Bin ich BVG versichert?

Zunächst muss für jedes Einkommen geklärt werden, ob der Mindestjahreslohn von 21'150 Franken erreicht wird. Wenn ja, unterliegt dieser Lohn der BVG-Versicherungspflicht. Wenn keiner der bezogenen Löhne 21'150 Franken übersteigt, aber der Gesamtbetrag aller Einkommen über diesem Betrag liegt, so kann sich der Arbeitnehmende entweder bei der Auffangeinrichtung oder bei der Vorsorgeeinrichtung, der einer seiner Arbeitgeber angeschlossen ist, freiwillig versichern lassen, sofern deren reglementarische Bestimmungen es vorsehen. Ist eine Person für einen ihrer Löhne bereits bei einer Vorsorgeeinrichtung obligatorisch versichert, kann sie den zusätzlich bei den anderen Arbeitgebern erzielten Lohn bei dieser Vorsorgeeinrichtung - falls ihr Reglement dies vorsieht - oder der BVG-Auffang­einrichtung versichern.

 

Wie hoch ist der jährliche Betrag, den ich in die Säule 3a einzahlen kann?

Angestellte, die einer Pensionskasse angehören, dürfen maximal 6'768 Franken pro Jahr in die Säule 3a einzahlen. Selbständigerwerbende, die keiner Pensionskasse angehören, dürfen 20 % des jährlichen Erwerbseinkommens einzahlen, maximal aber 33'840 Franken.

Ihre Julia Scandella

 

15. September 2018

 

Versicherungsratgeber – August/2018

Wer zahlt bei Einbruch oder Diebstahl zu Hause?

Alle acht Minuten wird in der Schweiz in eine Wohnung oder in ein Haus eingebrochen. So oft wie in keinem anderen Land in ganz Europa. Welche Versicherung deckt den finanziellen Schaden nach einem Einbruch oder Diebstahl?

Meistens ist der Schock, die Umtriebe und der Ärger grösser als der materielle Schaden. Für viele Menschen ist ein Einbruch – im wahrsten Sinn des Wortes – ein Einbruch in die Privatsphäre. Ein Unbekannter hat nach Wertsachen gesucht, Schränke oder Schubladen durchwühlt, ein Chaos angerichtet und die Privatsphäre verletzt.

Die Frage nach der Versicherung, die für Schäden aus Einbrüchen aufkommt, ist einfach beantwortet: in den meisten Fällen ist es die Hausratversicherung. Und zwar unabhängig davon, ob es sich um einen Einbruchdiebstahl oder um einen einfachen Diebstahl handelt.

  • Einbruchdiebstahl: Der Einbrecher knackt beispielsweise das Türschloss oder schlägt eine Fensterscheibe ein, um in die Wohnung oder das Haus zu gelangen.

  • Einfacher Diebstahl: Der Einbrecher gelangt durch die nicht abgeschlossene Türe oder ein offenes Fenster in die Wohnung oder das Haus.

In beiden Fällen sind die finanziellen Schäden in der Grunddeckung der Hausratversicherung gedeckt. Die Versicherung bezahlt den Neuwert der gestohlenen oder kaputten Wertsachen. Ausserdem übernimmt sie die Folgeschäden, beispielsweise die Reparatur des Türschlosses oder die neue Fensterscheibe. Schmuck und Bargeld sind bei einem Einbruchdiebstahl nur teilweise gedeckt, meistens ein Prozentsatz der Hausratversicherungssumme bis zum Betrag x, beispielsweise 5000 Franken. Bei einem einfachen Diebstahl wird gestohlenes Bargeld nicht ersetzt.

Wie viel Schutz brauchen Sie?

In der Hausratversicherung sind Kunst, Musikinstrumente, Uhren oder Schmuck inklusive. Bei vielen Versicherungen gilt aber eine Obergrenze von 20'000 Franken. Wenn Sie Kunst sammeln oder viel Schmuck besitzen, sollten Sie sich darum überlegen, eine Wertsachenversicherung abzuschliessen. Das hat, neben dem höheren Versicherungsschutz, zwei grosse Vorteile: Zum einen werden alle Wertsachen einzeln aufgelistet, was den Nachweis im Schadenfall vereinfacht, zum anderen zahlt die Versicherung auch, wenn Sie Ihre Wertsachen verlieren oder verlegen oder Ihre Wertsachen beschädigt oder zerstört werden.

Wer bezahlt Schäden am Mietobjekt?

Falls Sie Mieterin oder Mieter sind, haften Sie nicht für Schäden an der Wohnung oder am Haus, die unbekannte Dritte verursachen. So steht es im Schweizer Obligationenrecht. Die Folgeschäden übernimmt die Hausratversicherung des Haus- oder Wohnungseigentümers. Wichtig ist, dass Sie Eigentümer oder Verwaltung sofort informieren und keine Aufträge an Handwerker erteilen. Sonst sind Sie als Auftraggeber für die Bezahlung der Handwerkerrechnungen verantwortlich. Falls Eigentümer oder Verwaltung finanzielle Forderungen stellen, leiten Sie diese an Ihre Privathaftpflichtversicherung weiter, die diese unberechtigten Ansprüche abwehren wird. Ausser, Sie haben eine Hausratversicherung abgeschlossen, die nicht nur das reine Diebstahlrisiko abdeckt, sondern auch Schäden am Mietobjekt.

Spezialfall «Einfacher Diebstahl auswärts»

Häufig ereignen sich Diebstähle nicht in den eignen vier Wänden, sondern unterwegs. Am meisten verbreitet sind Velodiebstähle, Trickdiebstähle oder der Diebstahl von Gegenständen aus parkierten Fahrzeugen. Im Winter sind Snowboard- und Skiausrüstungen bei Langfingern beliebt. Gegen solche Fälle wirksam absichern kann man sich durch den Einschluss einer angemessenen Versicherungssumme für «einfachen Diebstahl auswärts» in der Hausratversicherung. Wenn also beispielsweise unterwegs im Zug das Handy gestohlen wird oder auf Reisen das Auto aufgebrochen wird, ersetzt die Hausratversicherung den Schaden bis zur Höhe der in der Police festgelegten Summe.

Ihre Julia Scandella

 

18. August 2018

 

Versicherungsratgeber – Juli/2018

Unternehmensversicherung - Wie gründe ich eine AG oder GmbH in der Schweiz?

Soll ich gründen?

Bevor Sie eine Firma gründen, lassen Sie Ihre Geschäftsidee reifen. Viele Neugründungen scheitern, weil der Businessplan noch nicht ausgereift genug war oder der Zeitpunkt für den Markteintritt falsch gewählt wurde.

Ist dieser Entscheid erst einmal gefällt, dann ist die Unternehmensgründung der nächste Schritt. Eine Kapitalgesellschaft (AG oder GmbH) ist erst offiziell gegründet ab der Veröffentlichung des Eintrages im Handelsregister. Die Gründer müssen mit Gründungskosten von mindestens 1’500.- Franken rechnen.

 

Vor der Gründung

Folgendes sollte vor der Gründung einer Firma gut durchdacht werden.

  • Gesellschaftsform

  • Firmenname

  • Firmensitz

  • Firmenzweck

  • Inhalt der Statuten
    (Mustervorlage: Musterstatuten AG oder Musterstatuten GmbH)

  • Höhe der Kapitaleinlage (Aktien- oder Stammkapital)

  • Anzahl Aktien oder Stammanteile

  • Verteilung der Aktien oder Stammanteile (bei mehreren Gründern)

  • Organe und Funktionen (Verwaltungsrat, Geschäftsführung)

  • Zeichnungsberechtigungen (einzeln oder kollektiv)

  • Revisionsstelle (Wahl oder Verzicht)

Zur Wahl der Gesellschaftsform sollten sich die Gründer bereits zu Beginn Gedanken machen, da die restlichen Aspekte von der Gesellschaftsform abhängig sind und voneinander variieren können. Die häufigsten zwei Gesellschaftsformen sind die Aktiengesellschaft (AG) und die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

 

Die Gründung

Damit eine Firma im Handelsregister eingetragen werden kann, müssen die Gründer die öffentliche Beurkundung beim örtlichen Notariat durchführen. Der Gründungsprozess eines Unternehmens beinhaltet die folgenden Schritte:

  • Eröffnung Bankkonto

  • Einzahlung Aktienkapital bzw. Stammkapital auf ein Sperrkonto

  • Öffentliche Beurkundung beim Notariat

  • Eintrag im Handelsregister

Mit dem Eintrag der Firma im Handelsregister ist die Firma offiziell gegründet und kann somit die Geschäftstätigkeit aufnehmen.

 

Kosten der Gründung

Von Kanton zu Kanton variieren die Gebühren der Gründungskosten. Informieren Sie sich bei Ihrem Notar sowie beim kantonalen Handelsregisteramt über die genauen Gründungsgebühren. Die Gründungskosten setzen sich folgendermaßen zusammen:

  • Notariat: ab 500.-

  • Handelsregisteramt: ab 800.-

  • Bankkommission Kapitaleinzahlung: ab 100.-

  • Total Gründungskosten: ab 1’500.- (inkl. MWST)

Die Gründer haben aber auch die Möglichkeit, die Gründung einer anderen Firma zu übergeben, welche Firmengründungen durchführt. Das kann zusätzliche Kosten von ca. CHF 1’000.- verursachen. Bei komplexen und Großen Gründungen lohnt es sich Experten beizuziehen (z.B. einen Anwalt). In einem solchen Fall, kommen Beratungskosten hinzu, die je nach Fall bis zu mehreren Tausend Franken betragen können.

 

Nach der Gründung

Ist die AG oder GmbH erst einmal im Handelsregister eingetragen, stehen bereits weitere administrative Tätigkeiten an. Die Wichtigsten sind:

  • AHV Anmeldung: Nach der Firmengründung erfolgt die Anmeldung bei der AHV. Die Firma wird diesbezüglich von der zuständigen Ausgleichskasse angeschrieben.

  • Sobald die Firma Löhne bezahlt müssen die Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO/ALV) über die Ausgleichskasse abgerechnet werden. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag Lohnabzüge.

  • Steuern: Nach dem ersten abgeschlossenen Steuerjahr wird die Steuererklärung automatisch von der zuständigen Steuerverwaltung zugestellt.

  • MWST Anmeldung: Die Anmeldung für die MWST (Mehrwertsteuer) muss die Firma selber durchführen. MWST-Pflichtig ist ein Unternehmen ab einem Jahresumsatz von 100’000.- Franken. Ist die Firma nicht bei der MWST angemeldet, erhält sie auch kein allfälliges Vorsteuerguthaben. Weitere Informationen zur MWST Anmeldung erhalten Sie direkt über die Eidgenössische Steuerverwaltung.

 

Obligatorische Versicherungen für Unternehmen

Es gibt gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen und Versicherungen, welche die obligatorischen Versicherungen ergänzen. Obligatorisch sind in erster Linie die Sozialversicherungen. Es gibt aber eine Vielzahl von Versicherungen. Als arbeitender Inhaber einer Kapitalgesellschaft (GmbH / AG) unterstehen Sie der gleichen Sozialversicherungsplicht wie ein normaler Arbeitnehmer. Neben der AHV/IV und Arbeitslosenversicherung (ALV) gehören dazu auch die obligatorische Unfallversicherung sowie die berufliche Vorsorge nach BVG. Die BVG-Pflicht gilt, wenn der Jahreslohn über CHF 20’880.- ist. Dies gilt auch für den mitarbeitenden Ehepartner. Fällt der Lohn geringer aus, steht es ihnen frei ihn im Rahmen einer überobligatorischen Deckung zu versichern. AHV/IV/EO sowie Erwerbsersatzordnung auf den ganzen Lohn 5,125 %.

ALV beansprucht Beiträge von 1,1 % / 1,1 % bis zu einem Jahreslohn von max. CHF 126 000. –

FAK, Familienausgleichskasse, Beiträge auf den ganzen Jahreslohn. Die Höhe ist kantonal unterschiedlich (z. B. Kanton Zürich: 1,2 % nur vom Arbeitgeber zu bezahlen)

UVG für Betriebsunfall (BU) zahlt der Arbeitgeber und Nichtbetriebsunfall (NBU) der Arbeitnehmer. NBU wird ab einem Arbeitspensum von 8 Stunden obligatorisch mitversichert. Jeweils bis zum maximalen Lohn von CHF 126 000.-. Die BU-Sätze divergieren von ca. 0.1% – 4% und die NBU-Sätze von ca. 1% – 1.7%.

Bei der Beruflichen Vorsorge nach Gesetz gilt ein max. anrechenbarer Lohn von CHF 83 520. – abzüglich Koordinationsabzug von CHF 24 360. Dies ergibt den max. versicherbaren Lohn von CHF 59 160. – davon sind 7 – 18 % Sparbeiträge zuzüglich Beiträge für Risikoversicherung zu entrichten. Der Arbeitgeber zahlt mindestens die Hälfte davon.

 

Tipps zur Firmengründung

  • Warten Sie mit der Firmengründung bis Ihre Idee wirklich ausgereift ist.

  • Bei einer simplen Gründung (Mindestkapital, wenige Gründer, klare Aufteilungsverhältnisse) lohnt es sich die Gründung selber durchzuführen, anstatt ein anderes Unternehmen damit zu beauftragen. In der Regel können auf diesem Weg ca. 1’000.- CHF eingespart werden.

  • Es ist empfehlenswert, dass sich die Gründer vor der Firmengründung genügend Zeit nehmen, um sich beispielsweise über Firmennamen, Firmenzweck oder Inhalt der Statuten genug Gedanken machen zu können. Nach der Gründung sind Änderungen zwar immer noch möglich, diese sind jedoch kostenpflichtig und mit administrativem Aufwand verbunden.

Eine Firma gründen sollte nicht unterschätzt werden. Die Gründer sollten mit 2-4 Wochen rechnen, bis die Firma gegründet ist bzw. bis die Firma im Handelsregister eingetragen wurde.

Ihre Julia Scandella

 

9. Juli 2018

 

Versicherungsratgeber – Juni/2018

Das sichere Gefühl reist mit!

Rund 50'000 Schweizer verunfallen jährlich im Ausland. Das kann für Betroffene, die lediglich über die Grundversicherung der Krankenkasse versichert sind, massive finanzielle Folgen haben. Laut Comparis.ch interessiert sich jedoch nur gerade jeder Fünfte neben der Grundversicherung auch für eine Reiseversicherung. 

Reiseversicherungen sind jedoch sehr wichtig, sie zahlen die Unkosten, wenn jemand eine Reise wegen einer Krankheit oder beispielsweise einem Stellenverlust absagen oder vorzeitig abbrechen muss.

Die wichtigsten Bausteine in einer Reiseschutz-Versicherung sind:

  • Annullierungskosten

  • Personen-Assistance, Repatriierung

  • Heilungskosten

  • Reisegepäck

  • Reiserechtsschutz

Damit Sie optimal geschützt sind, empfiehlt es sich, bei der Auswahl der Versicherung folgendes zu beachten:

Bausteine und Deckungen vergleichen

Die meisten Gesellschaften bieten Standardprodukte an. Bei anderen können sich die Kunden ihre Leistungen nach ihren Bedürfnissen zusammenstellen. Kernpunkt einer Reiseversicherung sind die Bausteine «Annullierung» und «Personen-Assistance». Vor allem bei der Personen-Assistance lohnt es sich, die Leistungen zu vergleichen. Kosten für Rettung und medizinische Hilfe können ins Geld gehen. Für Länder mit hohen Gesundheitskosten (Nordamerika, Kanada und Japan) empfiehlt es sich, eine zusätzliche Versicherung für Heilungskosten abzuschließen. Für einmalige Reisen bieten Krankenkassen günstige Deckungen an, bei mehreren Reisen kann sich der Zusatz bei der Reiseversicherung lohnen. Wer dagegen eine Haushaltversicherung mit dem Zusatz «Diebstahl auswärts» hat, braucht den Baustein «Reisegepäck» nicht.

Achtung Ausschlüsse

Fast alle Versicherungen haben Leistungsausschlüsse bei chronischen und bei psychischen Erkrankungen. Andere bezahlen zwar, aber nur wenn sich der Gesundheitszustand auf einer Reise «unerwartet» und «akut» verschlechtert. Mehrere Versicherungen zahlen nicht, wenn ein gesundheitliches Problem vor einer Reise «hypothetisch» hätte festgestellt werden können. Wer chronisch krank oder dauernd auf Medikamente angewiesen ist, erkundigt sich am besten vor Abschluss einer Versicherung über allfällige Ausschlüsse und lässt sich die Reisefähigkeit vor der Buchung einer Reise vom Arzt bestätigen. Einzelne Versicherungen verlangen dies sogar ausdrücklich.

Die höchste Deckung bei einer Reiseversicherung nützt nichts, wenn sich die Gesellschaft im Schadenfall auf einen Ausschluss berufen kann und deshalb nicht zahlen muss. Anlass zu Auseinandersetzungen zwischen Versicherungen und Kunden geben zudem häufig die zum Teil schwammigen Formulierungen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen. Wer in einem Streitfall nicht die finanziellen Mittel oder eine Rechtsschutzversicherung hat, um gegen die Versicherung vorzugehen, bleibt meist auf der Strecke. Deshalb lohnt sich bei Reiseversicherungen ein Blick ins Kleingedruckte ganz besonders.

Verlängerungsklausel

Jede Jahresreiseversicherung verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens drei Monate vor Ablauf gekündigt wird. Notieren Sie sich dieses Datum oder kündigen Sie sofort, wenn Sie keine weiteren Reisen planen. Haben Sie die Kündigungsfrist verpasst, können Sie den Vertrag nur noch nach einem Schadenfall oder bei einer Prämienerhöhung vor Ablauf auflösen.

Tipps vor und während der Reise

Wenn Sie gesundheitliche Probleme haben oder dauernd auf Medikamente angewiesen sind, sollten Sie sich vor der Buchung Ihrer nächsten Ferien von Ihrem Arzt ein Reisefähigkeitszeugnis ausstellen lassen. Viele Versicherungen verlangen ein solches Attest. Wer es nicht rechtzeitig einholt, geht im Schadenfall leer aus.

Notieren und speichern Sie sich vor der Abreise die Notfallnummer Ihrer Reiseversicherung. Sorgen Sie dafür, dass Sie diese Nummer immer griffbereit haben und geben Sie diese Nummer auch Ihren Angehörigen. 

Bei einem Zwischenfall sind Sie verpflichtet, zuallererst diese Notfallnummer anzurufen und das weitere Vorgehen genehmigen zu lassen. Einzelne Gesellschaften verweigern eine Leistung, wenn die versicherte Person selber den Pannendienst ruft oder eine Rettung organisiert.

 

Schliesslich wünschen wir Ihnen und Ihren Familien eine gute unfallfreie und angenehme Reise!

Ihre Julia Scandella

 

14. Juni 2018

 

Versicherungsratgeber – Mai/2018

Was Patienten/Arbeitnehmer über KTG wissen müssen!

Wer längere Zeit krankgeschrieben ist, hat früher oder später mit einem Vertrauensarzt, einem Kreisarzt oder einer medizinischen Abklärungsstelle zu tun – alles Fachpersonen, die bei einem Rechtsstreit eine medizinische Beurteilung abgeben sollen. Diese Gutachter tragen je nach Rechtsgebiet und Einsatzbereich verschiedene Bezeichnungen, und auch ihre Aufgaben können unterschiedlich sein. Auch Krankenkassen und Versicherungsgesellschaften, die Erwerbsausfälle bei Krankheit oder Unfall versichern, haben ihre Vertrauensärzte. Diese sind entweder bei der Versicherung angestellt oder praktizieren frei. Häufig geben diese Ärzte bloss eine Beurteilung über die bereits bestehenden medizinischen Unterlagen ab. Bei der Suva werden diese Ärzte «Kreisärzte» genannt. Auch Vertrauensärzte von Versicherungen sind in ihrer Meinungsbildung frei, selbst wenn sie direkt dort angestellt und damit wirtschaftlich abhängig sind.

Medizinische Gutachter beurteilen, ob jemand arbeitsfähig ist oder nicht. Darum ist es für Betroffene wichtig, ihre Rechte bei einer solchen Abklärung zu kennen. Wird um konkrete Lohn- oder Versicherungsleistungen gestritten, entscheidet nicht der Gutachter, sondern ein Gericht. Aber Richter sind keine Mediziner – und deshalb darauf angewiesen, dass gesundheitliche Aspekte von Fachleuten abgeklärt werden. Gutachter haben im heutigen Arbeits- und Sozialversicherungssystem einen grossen Einfluss – und öfter einen schlechten Ruf: Es wurden Fälle von Gutachtern ohne Facharzttitel oder ohne Bewilligung des Kantons bekannt.

Kann man eine medizinische Begutachtung einfach verweigern?

Alles, was mit der eigenen Gesundheit zu tun hat, gehört zu den sogenannt höchstpersönlichen Rechten jedes Einzelnen: Niemand kann gezwungen werden, einen Arzt aufzusuchen oder auch nur medizi­nische Informationen herauszugeben.

Wer allerdings aufgrund einer gesundheitlichen Einschränkung finanzielle Ansprüche stellt, hat immer eine gesetzliche oder vertragliche Mitwirkungspflicht. Dazu gehört, sein Einverständnis zu einer medizinischen Begutachtung zu geben – sofern diese notwendig und zumutbar ist.

Besteht ein Mitspracherecht bei der Wahl des Gutachters?
Ein volles Mitspracherecht gibt es nicht. Bei den Sozialversicherungen kann man mehr mitreden als bei Privatversicherungen und im Arbeitsbereich. Im Sozialversicherungsrecht ist es gesetzlich vorgeschrieben, die Namen der Gutachter vorgängig bekanntzugeben. Wer einen Gutachter aufgrund seiner persön­lichen Interessen für befangen hält, kann einen sogenannten Ausstands Grund geltend machen. Die wirtschaftliche Abhängigkeit des Gutachters von der Versicherung ist jedoch kein Ausstands Grund. In der Privatversicherung, besonders bei Krankentaggeldversicherungen, wird die Begutachtung meist in den allgemeinen Versicherungsbedingungen unter «Obliegenheiten» oder «Pflichten der versicherten Person» geregelt. Ein Mitspracherecht gibt es dabei üblicherweise nicht. Allfällige Einwände gegen die Person des Gutachters, die Notwendigkeit der Begutachtung oder deren Inhalt können deshalb erst nach einem Entscheid über die Versicherungsleistung mit einer Klage vor Zivilgericht geltend gemacht werden.

Darf man zur Abklärung den eigenen Hausarzt, den Anwalt oder sonst eine Begleitperson mitnehmen?
Eine Begleitung darf an die Begutachtung mitgenommen werden. Jedoch dürfen laut Bundesgericht in der Regel während den Untersuchungen keine persönlichen Vertrauenspersonen anwesend sein. Das gilt für den ganzen Sozialversicherungsbereich. Auch im Privatversicherungsrecht und im Arbeitsrecht dürfte dieser Grundsatz anwendbar sein.

Wer bezahlt die Untersuchung?
Das Gutachterhonorar ist prinzipiell vom Auftraggeber zu tragen, also von der jeweiligen Versicherung oder vom Arbeitgeber. Für Sozialversicherungen ist das im Gesetz vorgeschrieben. Bei Privatversicherungen findet sich diese Regelung zum Teil in den allgemeinen Versicherungsbedingungen. Sie ergibt sich aber auch aus allgemeinen Grundsätzen des Vertragsrechts.

Kann man sich vorbereiten? Wie soll man sich beim Arzt verhalten?
Sinnvoll ist, die Abklärung nicht als Schikane zu sehen, sondern als Möglichkeit, etwas zur Klärung beizutragen. Auskünfte ge­nerell zu verweigern oder ständig zu übertreiben sind keine guten Strategien. Am besten überlegt man sich vorgängig ganz ehrlich, wie sich die gesundheitlichen Einschränkungen im Alltag genau äussern. Notizen über den Tagesablauf und Erfahrungen mit ausserordentlichen Belastungen können dabei hilfreich sein.

Erhält man am Ende eine Kopie des Gutachtens?
Automatisch geschieht dies nur, wenn man durch einen Anwalt vertreten ist. Ansonsten muss man eine Kopie verlangen. Das Datenschutzrecht berechtigt die betroffene Person jederzeit zur Akteneinsicht.

Kann man eine Berichtigung des Gutachtens verlangen, wenn man mit den Schlussfolgerungen nicht einverstanden ist?
In der Regel erhält man Gelegenheit, zum Gutachten Stellung zu nehmen. Eine eigentliche Berichtigung kann man aber nur verlangen bei unrichtigen Tatsachen wie etwa einem falschen Geburtsdatum oder fehlerhaften Angaben über die Ausbildung. Die fachliche Einschätzung des Gutachters kann man hingegen nicht berichtigen lassen. Ob diese überzeugt, wird später von den zuständigen Versicherungen und Gerichten entschieden.

Ihre Julia Scandella

 

14. Mai 2018

 

Versicherungsratgeber – April/2018

Bonusschutz in der Autoversicherung

Wenn wir für unsere Kunden eine Autoversicherung abschliessen, gehört der Bonusschutz bei der Haftpflicht und der Kaskoversicherung automatisch dazu. Doch wir haben bemerkt, dass viele nicht wissen wie dieser Bonusschutz überhaupt funktioniert und was er einem bringen kann. Dies wollen wir heute Mal erläutern.

So funktioniert der Bonusschutz
Bonussystem in der Autoversicherung bedeutet: Die Grundprämie bleibt konstant, aber die Bonusstufe sinkt mit jedem schadenfreien Jahr stufenweise auf bis 40 oder gar 30 Prozent (je nach Gesellschaft). Der Kunde zahlt dann nur noch 40 beziehungsweise 30 Prozent der Grundprämie. Die gilt sowohl in der Obligatorischen Autohaftpflicht- als auch in der freiwilligen Vollkasko – Deckung.
Falls die Gesellschaft nach einem Unfall zahlen muss, verschlechtert sich der Bonus wieder um ein paar Stufen und steigt beispielsweise von 30 auf 45 oder von 40 auf 50 Prozent.

Gegen diesen Bonusverlust kann man sich mit dem sogenannten Bonusschutz gegen Mehrprämien versichern. Es funktioniert nach dem Motto «Einmal ist keinmal». Dann bleibt die Bonusstufe nach dem ersten Unfall unverändert. Der Bonusschutz kostet einen Prämienaufschlag von rund 10 Prozent.

Wichtig zu Wissen
Der Bonusschutz schützt nicht vor dem Rausschmiss bei den Gesellschaften. Nach jedem Schadenfall darf die Gesellschaft die Police kündigen. Dies ist jedoch oft abhängig von Schadenverlauf und der Höhe des Schadens, da die Schadenbelastung im Verhältnis zur Prämie angeschaut wird.

Der Bonusschutz ist keine Garantie gegen Preiserhöhungen. Falls eine versicherte Person zwei teure Unfälle verursacht, bleibt die Prämienstufe zunächst gleich und erhöht sich nach dem zweiten Ereignis beispielsweise von 30 auf 45 Prozent. Doch die Gesellschaften können die gesamte Schadenbelastung prüfen. Je nach Ergebnis allenfalls den Grundtarif erhöhen oder wie schon erwähnt Kündigen.

Ein Bonusschutz in der Autoversicherung einzuschliessen lohnt sich jedoch in den meisten Fällen, dies zumal man so eine Erhöhung von mindestens 15 Prozent der Grundprämie einsparen kann, wenn es einen Schadenfall geben sollte.

Haben Sie weitere Fragen dazu, wir helfen Ihnen gerne sie sicher durch den Alltag zu bringen.

Ihre Julia Scandella

 

15. April 2018

 

Versicherungsratgeber – März/2018

Lästige Telefonanrufe wegen Versicherungen

Wer kennt es nicht, das Telefon klingelt, man hebt ab in der Annahme es sei etwas Wichtiges und dann – möchte eine Person, welche mit schlechtem Deutsch einem eine Krankenkasse oder sonst eine Versicherung aufschwätzen oder zumindest einen Besuchstermin vereinbaren. Wie oft passiert das bei uns, in unserem Geschäft oder auch privat? Was kann oder muss man dagegen tun?!

 

Allgemeines
Vorweg muss klargestellt werden, dass solche Anrufe nicht von den Krankenkassen selber stammen und die Krankenkassen auch alles andere als begeistert davon sind. Mit wenigen Ausnahmen bestehen sämtliche Krankenkassen darauf, dass die Vermittler und Broker mit welchen Sie zusammenarbeiten auf solche Anrufe bez. Kalt - Akquisitionen verzichten. Die Anrufe stammen aus professionellen CallCentern welche sich meist im Ausland befinden. Sie versuchen die Kunden unter Vorwänden wie z.B. Prämienerhöhungen oder speziellen Rabatten zu einem Termin zu überreden. Diese Termine werden anschliessend an freischaffende Versicherungsberater verkauft.

Die Masche
Teilweise geben sich die Callcenter-Mitarbeiter als Angestellte der Bundesverwaltung bez. vom Bundesamt für Statistik (BFS) aus. Das Pikante daran, wer sich bei einer solchen Umfrage weigert mitzumachen, kann gebüsst werden. Wer keinen Verdacht schöpft, wird von den angeblichen Staatsangestellten meist zur Zufriedenheit in Bezug auf die Krankenkassen ausgefragt. Anschliessend bedankt man sich und beendet das Gespräch – niemand schöpft Verdacht.

Ca. 1-2 Wochen nach diesem Gespräch meldet sich jemand von der Krankenkasse bei welcher man versichert ist (man hat bei der Umfrage ja schliesslich Auskunft erteilt). Diese Person hat sämtliche Angaben über diese Person, da bei der Umfrage Angaben zur Prämie, dem Versicherungsschutz etc. gemacht wurden. Meist wird mit Rabattversprechen ein Termin vereinbart bei welchem die Police der betroffenen Person optimiert werden soll. Am Termin erscheint dann aber nicht ein Vertreter Ihrer Versicherung, sondern ein Vertreter welcher meist auf Biegen und Brechen einen Versicherungswechsel vornehmen möchte. Zudem dann auch noch versucht, die anderen Versicherungen zu hinterfragen und wenn möglich zu ändern.

Das System
Krankenversicherungen wie auch andere Versicherungsgesellschaften bezahlen Vermittler oder Broker bei einem Abschluss in Form einer Provision. Das ist üblich und auch vertretbar, da einige Gesellschaften keine eigenen Vertriebsmitarbeiter haben oder mit diesem Modell ihren Kundenstamm ausbauen können. Leider verführen solche Provisionen einen Teil dieser Vermittler nicht oder nicht nur im Sinne der Kunden zu handeln. Möglicherweise wurde vorgängig ein Termin eingekauft, erzählt man diesem Kunden, dass soweit alles passt und ein Versicherungswechsel keinen Vorteil bringt, hat der Berater am Ende des Tages sogar noch Geld verloren. Freischaffende Versicherungsberater können einen grossen Vorteil für die Kunden darstellen, da Sie meist nicht an eine Gesellschaft gebunden sind, jedoch gibt es wie überall auch schwarze Schafe.

Was kann man tun?
Leider ist es schwierig sich diesem nervigen Unterfangen ganz zu entziehen, wir haben Ihnen jedoch einige Tipps zusammengestellt.

  • Tätigen Sie keine Rückrufe auf Ihnen unbekannte Nummern welche lediglich 1-2-mal klingeln liessen

  • Sperren Sie Nummern auf dem Telefon, so hört der Anrufer beim nächsten Mal das Freizeichen, bei ihnen klingelt das Telefon jedoch nicht

  • Falls Sie einen Termin vereinbart haben unterschreiben Sie im Anschluss nichts, sofern Sie nicht einverstanden sind. Auch keine Scheinformulare welche den Besuch des Beraters gegenüber seines Vorgesetzten bestätigen soll.

  • Sie können einen unterzeichneten Antrag bei der jeweiligen Gesellschaft innert 14 Tagen schriftlich widerrufen. Tun Sie dies per Einschreiben, informieren Sie auch Ihre aktuelle Versicherung, dass der Eingang einer Kündigung nicht in Ihrem Sinne ist.

  • Oder rufen Sie uns an, die ImVeNa GmbH hilft Ihnen sehr gerne weiter, denn wir stehen für Gerechtigkeit und eine saubere und faire Beratung.

 

Ihre Julia Scandella

 

18. März 2018

 

Versicherungsratgeber – Februar/2018

Unterversicherung – Bei mir doch nicht!

Als Versicherungsberater erleben wir das öfter als einem lieb ist. Man kommt in eine Wohnung, ein Haus, schaut sich die Hausratspolice an und ist erstaunt was man für versicherte Summen sieht. Ich verstehe, dass man Geld sparen will und ich akzeptiere auch die Meinung, dass man nur alte Sachen hat, welche man wohl oder übel nicht mehr versichern will. Doch ich verstehe bei einem Schadenfall nicht, dass man glaubt alles vergütet zu bekommen, was eben nicht versichert gewesen ist.

 

Was passiert bei einer Unterversicherung?
Stellt sich heraus, dass der Versicherte eine tiefere Versicherungssumme gewählt hat als der eigentliche Wert.

Beispiel 1 (Teilschaden):
Eigentlicher Wert des Hausrates: CHF 100’000.- (100%)
Versicherte Hausrats-Summe: CHF 60’000.- (60%)

Schadenfall CHF 30’000.- (100%)
Schadenzahlung CHF 18’000.- (60%)

Beispiel 2 (Totalschaden):
Eigentlicher Wert des Hausrates: CHF 100’000.- (100%)
Versicherte Hausrats-Summe: CHF 60’000.- (60%)

Schadenfall CHF 100’000.- (100%)
Schadenzahlung CHF 36’000.- (60% von CHF 60’000.-)

Handhabung in der Praxis:
Die meisten Versicherungsgesellschaften prüfen eine Unterversicherung bei einem Schadenfall erst ab einer Höhe von CHF 20’000.-. Einzelne Gesellschaften kennen eine spezielle Vertragsklausel, bei der sie auf die Geltendmachung einer Unterversicherung verzichten. Trotzdem ist das nicht optimal, da bei der Unterversicherung wertmässig mehr Hausrat vorhanden ist als versichert wurde. Bei einem Teil- oder Totalschaden fehlt das Geld, welches nötig wäre, um die gleiche Einrichtung wiederzubeschaffen.

Häufigste Denkfehler:
Immer wieder kommt es vor, dass Personen absichtlich zu wenig versichern mit der Begründung, dass Sie sich im Schadenfall vieles gar nicht mehr kaufen würden. Dies ist ein Denkfehler, da im Schadenfall die Zahlung aufgrund einer Unterversicherung gekürzt wird. Man muss daher immer den Neuwert der vorhandenen Einrichtung versichern, ob man sich nach einem Schadenfall wieder analog einrichten würde spielt keine Rolle. Nach einem Brand und der Auszahlung der Schadensumme ist es dem Versicherten überlassen, ob er sich wieder gleich einrichtet oder aber eine Weltreise macht und sich stattdessen günstige IKEA Möbel beschafft.

Tipps zur Unterversicherung:

  • Prüfen Sie die Versicherungssumme Ihrer Hausratversicherung in regelmässigen Abständen und fragen Sie sich, ob wertvermehrende Neuanschaffungen getätigt wurden oder umgekehrt.

  • Die Prämie der Hausratversicherung ist im Verhältnis zum Wertverlust eines Totalschadens sehr gering, daher lohnt es sich nicht einen zu tiefen Wert zu deklarieren. Die Prämie beträgt ca. CHF 20.- / Jahr und CHF 10’000.- Versicherungssumme.

 

Ihre Julia Scandella

 

25. Februar 2018

 

Versicherungsratgeber – Januar/2018

Das jährliche Kündigungsrecht

Immer wieder werden wir angegangen, warum die Versicherungen so lange Laufzeiten von 5 bis 10 Jahren aufweisen und man so gebunden ist an diese Gesellschaft. Für viele ist dies ein störender Faktor in Bezug auf eine freie Entscheidung. Doch da gibt es Möglichkeiten, welche zu einer vorzeitigen Kündigung berechtigen.

Das Wichtigste in Kürze
Ein jährliches Kündigungsrecht ist eine Klausel im Versicherungsvertrag, welche es dem Versicherungsnehmer erlaubt den Vertrag unabhängig vom Ablaufdatum auf jedes Ende eines vollen Versicherungsjahres zu künden.

Detaillierte Informationen
Versicherungsverträge werden meist über 5 oder 10 Jahre abgeschlossen. Nur wenige Gesellschaften bieten 1-Jahresverträge an, welche sich dann jeweils stillschweigend verlängern. Daher kann der Versicherte das sogenannte “jährliche Kündigungsrecht” verlangen. Es räumt dem Versicherten das Recht ein, den Vertrag jeweils auf das Ende eines Versicherungsjahres zu künden, auch wenn der eigentliche Vertragsablauf erst in einigen Jahren ist.

Ob diese Klausel in Ihrem Vertrag enthalten ist, sieht man meist auf einer der letzten Seite unter dem Titel “Besondere Bedingung” oder “Ergänzende Angaben”. Dort steht dann etwas wie “In Ergänzung zu den allgemeinen Versicherungsbedingungen ist der Versicherungsvertrag jeweils per Ende jedes Versicherungsjahres, unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist, schriftlich kündbar.” Für das jährliche Kündigungsrecht zahlen Sie keinen Aufpreis. Durch diese besondere Bedingung bleiben Sie flexibel. So kann der Kunde zu einer anderen Versicherung, welche ihm günstigere Prämien bei der Konkurrenzversicherung einbringt, wechseln.

Welche Vertragsarten kennen ein jährliches Kündigungsrecht?
Das jährliche Kündigungsrecht ist grundsätzlich für folgende Versicherungen verfügbar: Privathaftpflichtversicherung, Hausratversicherung, Rechtsschutzversicherung, Autoversicherung, MotorradversicherungGebäudeversicherung, Wertsachenversicherung und Reiseversicherung. Bei Der Krankenversicherungen kann die Grundversicherung sowieso immer per Ende Jahr gekündet werden. Bei den Zusatzversicherungen kann es Mehrjahresverträge geben für welche der Kunde meistens mit einem Rabatt belohnt wird. Sich dort für mehrere Jahre zu binden kann sinnvoll sein, da beispielsweise die Krankenzusatzversicherungen ab einem gewissen Alter oder gesundheitlichen Problemen nicht mehr gewechselt werden können.

Tipps zum jährlichen Kündigungsrecht

  • Lassen Sie sich den Wunsch nach dem jährlichen Kündigungsrecht nicht ausreden.

  • Sollte eine Versicherung das jährliche Kündigungsrecht nicht kennen, so vereinbaren Sie einen 1-Jahresvertrag.

  • Das jährliche Kündigungsrecht ist nicht mit Kosten verbunden, es bringt keinerlei Nachteile.

 

Die wichtigsten Fragen zum jährlichen Kündigungsrecht

Kann ich das jährliche Kündigungsrecht auch noch später einschliessen?
Bei den meisten Versicherungen kann das jährliche Kündigungsrecht zusammen mit einer Vertragsänderung nachträglich eingeschlossen werden. Nicht alle Versicherungen spielen da jedoch mit.

Was ist der Unterschied zwischen einem 5-Jahresvertrag mit jährlichem Kündigungsrecht und einem 1-Jahresvertrag?
Grundsätzlich gibt es da keinen Unterschied. Beide Verträge lassen sich auf das Ende jedes Versicherungsjahres künden.

 

Ihre Julia Scandella

 

13. Januar 2018

 

Versicherungsratgeber – November/2017

Autoversicherung – Teil- oder Vollkasko?

Hans U. hat mich angerufen und mich um Rat gefragt: Sein Audi A5 sei jetzt 5 Jahre alt und seine Versicherungspolice laufe Ende Jahr aus, er überlege sich, ob er von Vollkasko zu Teilkasko wechseln sollte.

Im Schnitt werden wir mit dieser Frage jährlich 10-15 Mal konfrontiert, weil Mann oder Frau sich nicht sicher sind, wann man diesen Schritt von Voll-  auf Teilkasko vollziehen sollte. Grundsätzlich ist es wie in vielen Sachen eine Ermessensfrage, denn es sind Komponenten, welche diesen Schritt erfordern können oder auch sollten. Dies ist meiner Meinung nach vor allem der Wert des Autos zum Zeitpunkt des möglichen Wechsels.

Hat das Auto zu diesem Zeitpunkt keinen oder kaum noch einen Wert, kann man ruhig auf Teilkasko oder gar nur noch auf Haftpflicht switchen. Hat das Auto, wie im Fall von Hans U., noch einen Wert von einiges über CHF 10’000.-, lohnt es sich auf jeden Fall noch weiter die Vollkasko zu behalten. Der Grund ist nicht nur der Wert des Autos zum Zeitpunkt, sondern vor allem der Preisunterschied zwischen Voll- und Teilkasko. Ist man auf der untersten Stufe, beträgt der Unterschied meistens kaum mehr als CHF 100.-.

Dies in Anbetracht der Lage, dass wenn man einen Totalschaden hat, im Falle von Hans U., immer noch den Wert des Autos von mehreren tausend Franken erhält, was bei einer Teilkaskoversicherung nicht mehr der Fall gewesen wäre. Am Ende entscheidet der Kunde, doch wir als Berater haben die Pflicht dem Kunden das zu sagen, zu helfen und nicht zuletzt auch auf den finanziellen Schaden aufmerksam zu machen, wenn er von Voll- auf Teilkasko wechselt.

Wie in den meisten Fällen bleiben die Kunden die nächsten 3-5 Jahre noch bei der Vollkasko. Bei einem teuren Auto kann man auf Teilkasko wechseln. Die meisten wechseln das Auto nach 5-6 Jahren und in diesem Fall erübrigt sich die Frage. Hans U. hat sich nach dem Gespräch und der Einsicht der Offerte der Teilkasko schnell dagegen entschieden, denn die Differenz war es ihm nicht Wert zu wechseln. Lassen Sie sich zuerst eine Offerte berechnen und entscheiden Sie danach. Am Ende lohnt es sich meistens bei der Vollkasko zu bleiben.

 

Ihre Julia Scandella

 

7. November 2017

 

Versicherungsratgeber – Oktober/2017

Krankenkassen wie, was und wo?!

Familie H. aus M. hat sich dieses Jahr schon früh damit beschäftigt was im Bereich der Krankenkasse für das Jahr 2018 geschehen sollte, so war es nicht verwunderlich, dass nach der Bekanntgabe der neuen Prämie der Gesellschaften für das Jahr 2018 sofort einen Termin vereinbart wurde, um das allfällige Sparpotenzial zu ermitteln. Familie H. besteht aus den Elternteilen und drei Kindern. Alle waren bisher KVG und VVG versichert. Das Ziel «günstig, aber gut versichert» war die Ansage an uns!

Im Schnitt ging es im Kanton Solothurn bei den Krankenkassenprämien um ca. 2.8% nach oben, je nach Gesellschaft ging es auch um mehr als 4% in die Höhe. So konnte man der Familie H. eine Gesamtberatung im Bereich der Krankenkasse anbieten, das heisst: Was braucht die Familie wirklich, was ist ihnen wichtig und was kann man ausschliessen?

Bereits beim Gespräch fand man heraus, dass alle gesund sind. Alle Kinder und die Elternteile waren in den letzten Jahren kaum beim Arzt und wenn, dann wegen Erkältungen oder Routineuntersuchungen. Die Franchise war bisher bei der Frau bei 500.- CHF und beim Mann bei 1500.- CHF, bei den Kindern jeweils bei null. Bei der Nachfrage, ob eine Erhöhung der Franchise in Frage komme, wurde einem sofort bewusst, dass der vorgängige Berater vieles falsch interpretiert hatte. So wollte er Frau H. unbedingt mit 500.- CHF und den Mann mit 1500.- CHF Franchise abspeisen. Nach der Einkommensfrage und weiteren Abklärungen zeigte man die Ersparnisse bei der Erhöhung der Franchise auf, wenn beide Elternteile die Franchise auf 2500.- CHF erhöhen. Die Reichweite, wenn es wirklich zu einem Szenario kommen würde, dass beide diese im Krankheitsfall ausschöpfen müssten, zeigte, dass die finanziellen Mittel zur gesamten Abdeckung vorhanden wären. So sparte man über 1000.- CHF im Jahr.

Weiter schaute man sich die VVG an: Was benötigt man wirklich, was ist einem wichtig? Beim Durchblicken der Unterlagen sah ich, dass die Familie eine Privat- und Verkehrsrechtschutzversicherung integriert hat, meine unweigerliche Frage: «Hatten Sie vorher noch keine Rechtsschutzversicherung?» Tatsächlich hatte die Familie noch eine bei einer anderen Gesellschaft und wussten nicht einmal, dass in der Krankenkasse auch eine eingeschlossen war, was eigentlich gar nicht gebraucht wurde. Da diese jedoch noch ein Jahr weiterläuft, konnte man diese nicht sofort kündigen, was wir jedoch trotzdem auf Ende des Jahres 2018 gleich vorbereitet haben. Bei den Zusatzversicherungen beliessen wir es bei den bisherigen Versicherungen ausser dass man die Alternativ-Medizin, welche noch nie in Anspruch genommen wurde, rausgenommen und dafür bei beiden Elternteilen mit dem ersparten Geld nun auf Halbprivat gewechselt hat und immer noch eingespart hat.

Was ich damit sagen möchte ist, dass eine gute und seriöse Beratung mit Sicherheit etwas bringen kann, denn vielleicht ist es nicht immer nur das Geld einsparen. Vielleicht ist es auch eine Umschichtung des Geldes von einem Baustein zu einem anderen, welcher man brauchen kann oder gerne möchte.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, um Einsparungen zu machen, doch sollte man auch klar bedenken, dass nicht jede Einsparung auch sinnvoll sein muss. Am Ende steht der Mensch im Mittelpunkt und sollte nicht auf Kosten von Einsparungen darunter leiden, wenn etwas geschehen sollte.

Niemand bezahlt gerne Krankenkassen, aber es gehört zu unserem Leben und genau deshalb müssen wir uns Jahr für Jahr damit befassen.

Wir, von der ImVeNa GmbH, möchten Ihnen dies abnehmen, Ihnen helfen, die für sie richtige Versicherungsdeckung und Gesellschaft zu finden, sodass sie auch im 2018 nicht daran denken müssen, wie, was und wo!

Gerne unterbreiten wir Ihnen eine Offerte und besprechen diese mit Ihnen.

 

Ihre Julia Scandella

 

11. Oktober 2017

 

Versicherungsratgeber – September/2017

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Rentenplanung oder Frühpensionierung?

Da wir selber schon in einem vorgeschrittenen Alter sind, gibt es auch bei uns viele Kunden, welche sich immer mehr Gedanken über ihre Zukunft machen. Dies heisst in den meisten Fällen über ihre Pensionierung oder über eine eventuell mögliche Frühpensionierung. Die Fragen sind meist die gleichen: Wann muss ich mir Gedanken machen, sodass es auf meine Pensionierung reicht oder wann kann ich mich frühpensionieren lassen?

Vorweg, es gibt nicht DEN geeigneten Zeitpunkt. Warum? Weil es schlichtweg schwer ist, mehr als Jahr für Jahr vorauszuschauen. Trotzdem sagen wir, dass man mit 50 bei frühzeitiger Pensionierung oder mit 55 Jahren bei ordentlicher Pensionierung, sich zum ersten Mal damit auseinandersetzen sollte.

Die Rentenplanung gehört zu den schwierigsten, da viele Komponenten zusammengeführt werden müssen. Dazu kommen zahlreiche ungewisse Faktoren und unvorhergesehene neue Möglichkeiten im Verlaufe der kommenden Jahre sind auch nicht selten.

Es ist trotzdem sinnvoll, alles zusammenzutragen und sich ein Ist-Zustand zu errechnen. Dies soll vor allem aufzeigen, wie es in der momentanen Situation aussieht, was man noch bis zum gewünschten Rentenalter für Korrekturen anbringen könnte und was es allenfalls noch an finanziellen Mitteln braucht, um sich auch früher oder ordentlich mit Freude in die Rente zu begeben.

Wenn wir diese Berechnungen für unsere Kunden anstellen, staunen viele, da es bei den meisten gar nicht so schlecht aussieht. Gründe dafür sind, dass diese Generation bereits schon einiges an Pensionskassengelder angespart haben und die AHV seinen Beitrag auch leistet. Dazu kommt, dass die Kunden, wenn sie in der Vergangenheit gut beraten wurden, auch eine Säule 3a einbezahlt haben und damit eventuell auch die Möglichkeit haben, ein oder zwei Jahre früher in Rente zu gehen.

So oder so kommen viele weitere Faktoren wie Eigenheim, Privatvermögen, Aktien, Grundstücke etc. dazu.

Wer sich eine solche Berechnung machen lassen möchte, kann davon ausgehen, dass der Ist-Zustand wirklich stimmt und dass man darauf An- oder Abbauten vornehmen kann, um einen ruhigen Lebensabend zu haben.

 

Wir von der ImVeNa GmbH helfen Ihnen gerne in ein glückliches und vor allem sorgenfreies Rentnerdasein zu kommen. Dafür braucht es jedoch den ersten Schritt in diese Richtung! Man muss sich vor Augen führen, dass man nicht jünger wird und die Zeit schnell vergeht.

Also melden Sie sich für ein unverbindliches Gespräch und wir schauen zusammen, dass es nicht Probleme, sondern Lösungen gibt.

 

Ihre Julia Gajnanova

 

13. September 2017

 

Versicherungsratgeber – August/2017

Unwetter mit Hagel und Überschwemmungen! Wer bezahlt nun was?

Wenn ein Unwetter, wie vor kurzem in unserer Region, hereinbricht und die Keller, Einstellhallen, Geschäfte, Privatwohnungen etc. überflutet, laufen die Telefone bei den Versicherungen und Broker heiss. Die Fragen sind fast immer die gleichen: «Wer bezahlt nun was in einem solchen Fall?»

Bei Unwetterschäden betrifft das meist zuerst die Kantonale Gebäudeversicherungen, welche die Schäden an den stehenden Gebäuden abdecken. In der Basisversicherung Ihres Gebäudes sind Sie abgesichert gegen Schäden infolge nachstehender Gefahren: Feuer (z.B. Brand oder Rauch), Elementar (z.B. Sturm, Hagel oder Überschwemmung), Diebstahl (z.B. Gebäudebeschädigung infolge Diebstahls), Flüssigkeiten & Gas (z.B. Rohrbruch an Wasserleitung) und Glasbruch. Obwohl man sich zusätzlich versichern kann, unterlassen es die meisten, da vieles in der Hausrat oder Privathaftpflicht versichert wird.

Hier kommen wir nun zu der zweiten Versicherung, welche die beweglichen Gegenstände im Inneren des Hauses abdecken. Wenn ein Keller überflutet wird und die Gegenstände nicht mehr gebraucht werden können, dies infolge Schmutz, Nässe etc., kommt die Hausratversicherung zum Zuge. Bei der Hausratversicherung ist der Neuwert versichert. Der Neuwert ist gleich dem Preis, welchen man damals für den Gegenstand bezahlt hat. Meistens fordern die Versicherungen die Belege. Wenn jedoch Experten nach einem Unwetter vorbeischauen, sehen sie die Gegenstände vor Ort und drücken eventuell ein Auge zu, wenn keine Quittungen vorhanden sind.

Was ist aber mit den Autos in der Tiefgarage, welche überflutet wurden? In solchen Fällen muss die Teilkaskoversicherung den Schaden übernehmen, jedoch nur zum Zeitwert. Wer eine Zeitwertzusatzversicherung hat, könnte noch ein paar Franken mehr bekommen. Wer jedoch keine Teilkaskoversicherung, sondern nur eine Haftpflicht hat, hat keinen Anspruch auf eine Leistung. Die Teilkaskoversicherung kommt ausserdem auch für die Hagelschäden am Auto auf. Hier ist es wichtig, dass man nachweisen kann, dass das Auto wirklich an diesem Tag demoliert wurde als der Hagel wütete. Die Experten schauen in diesen Fällen sehr genau, da gerade bei diesen Schäden oft gemogelt wird. So oder so ist es wichtig, sich gut oder genügend zu versichern! Auch wenn es nicht jeden Tag ein Unwetter gibt, ist man schlussendlich froh, dass man gut versichert ist, wenn es einmal eintrifft. Wenn man die Versicherungen und den Broker im Rücken hat, ist geteiltes Leid nur noch halbes Leid.

 

Ihre Julia Gajnanova

 

02. August 2017

 

Versicherungsratgeber – Juli/2017

Die Altersvorsorge in der Schweiz – Was kommt auf uns zu?

Viele Menschen um die 50 sind heute voller Angst und Unwissenheit um ihre Zukunft. Gibt es noch eine Rente, reicht mir das Geld im Alter und was, wenn nicht?!  

Am 24. September wird über die neue Altersreform abgestimmt. Einmal mehr musste man einsehen, dass es beim jetzigen Rentensystem nicht mehr aufgeht. Die Menschen werden älter und das Geld reicht auf lange Zeiten nicht mehr aus um alle Renten zu gewährleisten. Das heisst man muss Kompromisse eingehen. Die Jungen müssen für die «Alten» bezahlen, das Rentenalter der Frauen wird auf 65 erhöht, die MWST wird um 0.6% nach oben gehen, der Umwandlungssatz wird von 6.8% auf 6% gesenkt und noch vieles mehr soll das Problem lösen und den älteren ein Leben in finanzieller Sicherheit garantieren.

Wenn ich das alles lese und höre, dann frage ich mich, ist das wirklich die Lösung aller Probleme? Wissen Herr und Frau Schweizer überhaupt was das alles heisst und was für Folgen einzelne Änderungen haben können?

Viele unserer Kunden sind mit uns gealtert und immer mehr Fragen nach einer Vorsorgeplanung für das Alter. Planung in der heutigen Zeit ist sehr schwer, denn wer noch 10 bis 15 Jahre vor sich hat, dem kann man heute etwas berechnen, was vielleicht in 3 bis 5 Jahren wieder ganz anders aussieht.

Eine Vorsorgeplanung sollte Sicherheit geben, doch können wir das heute überhaupt noch? Kann ich jemandem etwas garantieren, empfehlen, jemandem mit guten Gewissen sagen das ist genau das Richtige? Nein, denn selbst in unserer schönen und reichen Schweiz halten Veränderungen nicht an. Man denkt, dass alles seine Berechtigung hat, alles was man tut hat seinen Sinn und doch hinterfragen nur die wenigsten die Fakten. Vielleicht weil man denkt, hier in der Schweiz lässt man niemanden verhungern oder einfach auf der Strasse liegen. Geht es am Ende nicht darum, dass die Altersvorsorge ausgedient hat oder wie man so schön sagt: „Es gibt zwar drei Säulen aber nur auf Sand gebaut“?

Wenn ich meine Freunde höre, welche alle so um die 50 und drüber sind, dann bin ich mir sicher, dass man auch in Zukunft gut Leben wird. Dass es Reformen braucht, bei welchen man vielleicht mit etwas weniger auskommen muss, sind Annehmlichkeiten welche Herr und Frau Schweizer sich stellen muss. Wir sollten nur niemals vergessen wie sehr wir alle von unserem wunderschönen Land profitieren, dann sollten wir alle auch ein wenig entgegenkommen können.

 

Ihre Julia Gajnanova

 

12. Juli 2017