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Unser Buch Tipp

Maja Lunde – Die Geschichte der Bienen

Portrait

Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.

 

Jeder kann Bienen halten, heißt es im Internet, man sieht Reportagen über Bienenvölker, die auf Hochhäusern wohnen - und plötzlich steht Honig aus Pankow auf dem Frühstückstisch. Bienen sind faszinierend und haben ein gutes Image, sie produzieren nicht nur leckere Nahrung, sondern gelten als gesellig, perfekt organisiert und fleißig. Aber da war doch was mit den Bienen, man hört, sie sind vom Aussterben bedroht! Ein weltweites Bienensterben hätte verheerende Folgen für uns alle, denn Bienen bestäuben sämtliche Nutzpflanzen und sichern so den Bestand unserer pflanzlichen Nahrung. Wie würde die Welt aussehen, wenn es keine Bienen mehr gäbe? Der norwegische Bestseller "Die Geschichte der Bienen" beginnt mit genau diesem Szenario, wir befinden uns in China im Jahr 2098. Es gibt keine Bienen mehr, und unzählige Menschen müssen jedes Jahr alle Blüten per Hand bestäuben, eine sehr aufwändige und kräftezehrende Aufgabe. So lernen wir die Arbeiterin Tao kennen, Mutter des kleinen Wei-Wen. Ihm möchte sie eine bessere Zukunft ermöglichen, doch plötzlich verschwindet der Junge unter mysteriösen Umständen. Dann versetzt das Buch den Leser nach England in das Jahr 1852, wo der Biologe und achtfache Vater William in der Krise seines Lebens steckt. Seine bisherige Forschung ist gescheitert, der einzige Sohn macht ihm nur Kummer, seiner klügsten Tochter Charlotte hingegen schenkt er kaum Beachtung. Doch dann beginnt er, über den perfekten Bienenstock nachzudenken, und sein Leben bekommt eine neue Wendung. Parallel wird eine dritte Geschichte erzählt, sie handelt von dem Imker George, der 2007 in Ohio lebt und mitansehen muss, wie seine Bienen immer weniger werden – dabei soll sein Sohn Tom bald den Hof übernehmen! Der Student hat jedoch andere Pläne und würde den Bienen am liebsten den Rücken kehren.

"Die Geschichte der Bienen" überzeugt vor allem durch ihren genialen Aufbau, weil sie in drei verschiedenen Zeiten spielt: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und einen Blick auf ein sehr wichtiges Thema wirft. Das Thema Bienensterben ist aktuell und sehr brisant. Deswegen ist allein die Idee, daraus einen Roman zu machen und eben auch einen erschreckenden Blick in die Zukunft zu werfen genial. Dass diese auch noch so gut umgesetzt wurde, ist noch das Sahnehäubchen,
Das Buch ist gut zu lesen und durch die verschiedenen Schauplatzwechsel nie langweilig.
Auch die total unterschiedlichen Protagonisten aus unterschiedlichen Ländern überzeugen und bringen viel Abwechslung mit. Klar mag man manche mehr und manche weniger, aber es sind einfach so viele verschiedene Charaktere mit dabei, dass es immer wieder Spaß macht sie auf ihren Lebenswegen zu verfolgen.


"Die Geschichte der Bienen" macht sehr nachdenklich in Blick auf die Zukunft und ist deswegen absolut klasse und einfach nur empfehlenswert zu lesen.

Ihre Julia Scandella
 

15. Oktober 2018

Robert Seethaler – Das Feld

Portrait

Robert Seethaler, geboren 1966 in Wien, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Romane "Der Trafikant" (2012) und "Ein ganzes Leben" (2014) wurden zu großen internationalen Publikumserfolgen. 2018 ist sein neuer Roman "Das Feld" erschienen. Robert Seethaler lebt in Wien und Berlin.

 

Kennen Sie Paulstadt? Eine Gemeinde immerhin, in der eine Straßenbahnlinie mit 3 Stationen plus Start- und Endpunkt gebaut werden sollte. Was scheiterte, aber Thema blieb. Durchsetzen konnte sich der Bürgermeister indes mit einem groß dimensionierten Freizeitzentrum am Rande der Stadt, das allerdings zusammenkrachte und drei Menschen unter seinen Trümmern begrub. Spektakulär auch der Brand der Kirche, gelegt vom Herrn Pfarrer persönlich, an dessen verkohlte Leiche sich mancher schaudernd erinnert. Die Lektüre von Robert Seethalers Roman "Das Feld" macht uns Leser fast zu Mitbürgern dieser Kommune, lernen wir doch eine Lehrerin, die Blumenhändlerin, den Automechaniker, den Redakteur und etliche andere ziemlich genau kennen. Gleich auf den ersten Seiten werden wir von einem Mann auf den Friedhof geführt, der fast täglich hierherkommt, sich "auf eine morsche Holzbank unter einer krummgewachsenen Birke" setzt und seine Gedanken schweifen lässt: "Er dachte über die Toten nach. Viele hatte er persönlich gekannt oder war ihnen zu mindestens einmal in seinem Leben begegnet. Er war überzeugt davon, die Toten reden zu hören..."

Die Leser werden zu ihren Zuhörern. Die Ältesten erinnern noch den zweiten Weltkrieg und Fluchterlebnisse, der arabische Gemüsehändler berichtet von ausländerfeindlichen Parolen an seiner Ladenfront, das größenwahnsinnige Projekt des Freizeitzentrums und die Umstände eines Italienurlaubs datieren die Geschehnisse etwa in die Siebziger- bis Neunzigerjahre.

Es sind beiläufige, rührende, dramatische und skurrile Geschichten, so unterschiedlich wie Menschen sind. Allen kommt man durch die behutsame Erzählweise nahe. En Passant werden wir mit den unterschiedlichen Todesarten vertraut: dem einfachen, altersmüden Sterben, dem Unfalltod nach alkoholisierter nächtlicher Autofahrt, dem letzten Moment unter dem einstürzenden und zersplitternden Glasdach des Freizeitzentrums, Krankheiten, Vereinsamung und Suizid.

Seethaler lässt die Toten Ihr Leben Revue passieren. Wir haben teil an Ihren Wünschen, Träumen, Erfolgen, aber auch an Ihrem Scheitern, Ängsten und Versagen. Obwohl es sich um Einzelschicksale handelt, versteht es der Autor sie miteinander zu verknüpfen. Im Lauf der Geschichten bekommt der Leser das Gefühl es handelt sich um Menschen, die er kennt. Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen? Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Ein anderer hat nun endlich verstanden, in welchem Moment sich sein Leben entschied. Eine erinnert sich daran, dass ihr Mann ein Leben lang ihre Hand in seiner gehalten hat. Eine andere hatte siebenundsechzig Männer, doch nur einen hat sie geliebt. Und einer dachte: Man müsste mal raus hier. Doch dann blieb er. In Robert Seethalers neuem Roman geht es um das, was sich nicht fassen lässt. Es ist ein Buch der Menschenleben, jedes ganz anders, jedes mit anderen verbunden. Sie fügen sich zum Roman einer kleinen Stadt und zu einem Bild menschlicher Koexistenz. Robert Seethaler inszeniert so einen sich entwickelnden wunderbaren Roman über das Leben, wie es sein oder gewesen sein könnte.

Und des Öfteren drängt sich die Frage auf: Wenn ich auf mein Leben zurückblicken würde, was möchte ich erzählen?

Ihre 'ImVeNa-Leseratte'

Julia Scandella

 

15. September 2018

Khaled Housseini – Tausend strahlende Sonnen
Khaled Hosseini wurde als ältester von fünf Kindern 1965 in Kabul, Afghanistan, geboren. 1976 zog die Familie nach Paris, wo sein Vater als Diplomat in der Botschaft Afghanistans arbeitete. 1980 sollte ihn der diplomatische Dienst wieder nach Afghanistan zurückführen. Doch zu diesem Zeitpunkt befand sich das Land, nach einem blutigen kommunistischen Staatsstreich, im Krieg mit den sowjetischen Invasoren. Khaled Hosseini und seine Familie erhielten 1980 politisches Asyl in den Vereinigten Staaten und zogen nach San Jose in Kalifornien. An der San Diego Universität studierte er zuerst Biologie, und widmete sich nach seinem Bachelor dem Medizinstudium an der California Universität. Seit 1993 ist Khaled Hosseini promovierter Arzt und lebt heute mit seiner Frau und zwei Kindern in Nordkalifornien.
Seit seiner Kindheit interessierte Khaled Hosseini sich für Literatur und das Schreiben und so kam es, dass er 2003 seinen ersten Roman "Drachenläufer" veröffentlichte. Der Roman um die ungleiche Freundschaft zwischen zwei Jungen spielt vor dem Hintergrund der jüngsten afghanischen Geschichte. Eine Geschichte von Liebe, Verrat, Trennung und Wiedergutmachung. Er erschien in 40 Sprachen mit einer Weltauflage von 12 Millionen Exemplaren und wurde 2007 mit großem Erfolg von Marc Forster verfilmt.

 

Mariam ist fünfzehn, als sie aus der Provinz nach Kabul geschickt und mit dem dreißig Jahre älteren Schuhmacher Raschid verheiratet wird. Jahre später erlebt Laila, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, ein ähnliches Schicksal. Als ihre Familie bei einem Bombenangriff ums Leben kommt, wird sie Raschids Zweitfrau. Nach anfänglichem Misstrauen werden Mariam und Laila zu engen Freundinnen. Gemeinsam wehren sie sich gegen Raschids Brutalität und planen die Flucht…

 

Khaled Hosseini hat die Kunst seine Leser durch seinen Schreibstil in seinen Bann zu ziehen. Ich habe das Buch angefangen zu lesen und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen! Auch, wenn es eine sehr traurige Geschichte ist, muss man das Buch lesen, da ich glaube, dass es vielen Frauen in Afghanistan und auf der ganzen Welt, genauso geht wie Mariam und Leila. Zwangs-Verheiratung, Vergewaltigungen und Terrorismus stehen hier auf dem Tagesablauf, was die Geschichte mit beeinflusst.

Wer einen tiefgründigen und spannenden Roman sucht, wird von „Tausend strahlende Sonnen“ begeistert sein. Das Buch hat mich schon von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen- und es ist und bleibt spannend bis zum letzten Satz! Die Geschichte spielt in einem vom Krieg und der Taliban aufgewühlten Afghanistan und erzählt vom Aufwachsen und den Schicksalen der beiden Frauen Mariam und Laila, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deren Leben aber auf eine ganz besondere Art miteinander verwoben sind. Wohl gerade, weil der Autor Khaled Hosseini selber zur gleichen Zeit seiner Buchheldinnen in Afghanistan aufgewachsen ist, schafft er es, seinen Lesern einen realitätsnahen Einblick in den Alltag der Menschen im damaligen Afghanistan zu bieten. So fiebert, leidet und hofft man beim Lesen mit Mariam und Laila mit und bekommt das Gefühl, selber ein Teil der Geschichte zu sein.

Ihre 'ImVeNa-Leseratte'

Julia Scandella

 

18. August 2018

Frank Schätzing – Der Schwarm.
Das Meer schlägt zurück – in Frank Schätzings meisterhaftem Thriller erwächst der Menschheit eine unvorstellbare Bedrohung aus den Ozeanen.


Frank Schätzing inszeniert die weltweite Auflehnung der Natur gegen den Menschen. Ein globales Katastrophenszenario zwischen Norwegen, Kanada, Japan und Deutschland, und ein Roman voller psychologischer und politischer Dramen mit einem atemberaubenden Schluss. Ein Fischer verschwindet vor Peru, spurlos. Ölbohrexperten stossen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus? Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur.


Das globale Katastrophenszenario, das Frank Schätzing Schritt für Schritt mit beklemmender Logik entfaltet, ist von erschreckender Wahrscheinlichkeit. Es basiert auf so genauen naturwissenschaftlichen und ökologischen Recherchen, dass dieser Roman weit mehr ist als ein grossartig geschriebener, spannungsgeladener Thriller. Das Buch stellt mit grosser Dringlichkeit die Frage nach der Rolle des Menschen in der Schöpfung. Mit Der Schwarm, seinem sechsten Buch, hat sich der Kölner Bestsellerautor Frank Schätzing in die erste Reihe grosser internationaler Thriller-Autoren geschrieben. Das Buch ist absolut empfehlenswert, nicht nur als geniale Story, sondern auch aufgrund der vielen sehr gut recherchierten naturwissenschaftlichen Fakten die die Grundlage des Buches stellen. Die Verbindung naturwissenschaftlicher Geofakten mit fiktionalen Vorgängen ist absolut gelungen. Was mir besonders gefallen hat ist, dass man sehr gut auseinanderhalten kann, was jetzt Fakt und was Fiktion ist. Auch die vielen Charaktere wachsen einem ans Herz, obwohl es ebenso viele sind. Und dadurch, dass die Grundidee des Buches gar nicht mal unmöglich sondern z. T. sogar sehr realistisch erscheint, macht das Buch auch noch angsteinflössend.

Portrait

Frank Schätzing, geboren 1957 in Köln, veröffentlichte 1995 den historischen Roman »Tod und Teufel«, der zunächst zum regionalen, später bundesweit zum Bestseller avancierte. Nach zwei weiteren Romanen und einem Band mit Erzählungen sowie dem Thriller »Lautlos« erschien im Frühjahr 2004 der Roman »Der Schwarm«, der seit Erscheinen eine Gesamtauflage von 4,5 Millionen Exemplaren erreicht hat und weltweit in 27 Sprachen übersetzt wurde. Es folgten die internationalen Bestseller »Limit« (2009) und »Breaking News« (2014). Im Frühjahr 2018 erscheint Frank Schätzings neuer Thriller »Die Tyrannei des Schmetterlings«. Frank Schätzing lebt und arbeitet in Köln.

Ihre 'ImVeNa-Leseratte'

Julia Scandella

 

9. Juli 2018

Jens Siegert – 111 Gründe, Russland zu lieben
Eine Liebeserklärung an das schönste Land der Welt

Russland richtet zum ersten Mal in der Geschichte eine WM aus. Eigentlich ein Grund zur Freude für das Land. Wenn Sie noch nie in Russland waren, wird Ihnen dieses Buch hoffentlich den Anstoß zu einer Reise geben. Wenn Sie Russland schon kennen, erfahren Sie sicherlich viel Neues. Denn ein Besuch lohnt sich in allen Fällen und bleibt oftmals unvergesslich. Aus diesem Grund präsentiere ich Euch dieses Buch

Von St. Petersburg zum Baikalsee – eine Reise durch das größte Land der Welt und die berühmte »russische Seele«. Russland zu lieben und dafür gleich 111 Gründe zu finden? Das ist nicht einfach. Das Land ist einfach zu groß. Es entzieht sich jeder Umarmung. So ein Land ist schon schwer zu verstehen. Aber gleich lieben?

Es gibt ja Menschen, die meinen, man könne Russland gar nicht verstehen. Man müsse an das Land einfach glauben. Das mag stimmen, wenn man es gleich in seiner ganzen Größe von der Ostsee bis zum Pazifik, vom Schwarzen Meer bis zum Arktischen Ozean in Angriff nimmt. Aber man muss ja nicht gleich alles lieben und kann viele kleine und große, eben 111 Gründe finden: die Großherzigkeit vieler Menschen, den fantastischen Baikalsee, die überwältigende Liturgie der orthodoxen Kirche oder einfach nur die mitunter unendlich scheinende Weite des Landes.
Und dann gibt es noch die bittersüßen Gründe, bei denen einem, wie man in Russland sagt, »die Seele wehtut«. Denn zum Schluss ist Russland ein Land wie viele andere auch. Vielleicht ein bisschen grösser, aber genauso widersprüchlich – und eben deshalb genauso liebenswert.

Einige Gründe:
Weil Diebe ihr eigenes Gesetz haben. Weil Heringe einen Pelz tragen. 
Weil Trinksprüche (fast) nie zu Ende gehen. Weil es eine besondere Kunst ist, Verkäuferinnen zum Lächeln zu bringen. Weil hier keine Bären durch die Straßen laufen. Weil 1000 Kilometer keine Entfernung sind. Weil nur Säufer trinken, ohne zu essen. Weil alles immer »normal« ist. Weil die russische Schimpfsprache so tabu wie allgegenwärtig ist. Weil Russisch so wunderbar lakonisch sein kann. Weil die Badesaison nicht auf den Sommer beschränkt ist. Weil zur russischen Sauna, der Banja, unbedingt ein Besen gehört. Weil sogar Obdachlose und Krankenschwestern klassische Gedichte aufsagen können. Weil Frauen in Russland das starke Geschlecht sind. Weil in Russland die Dissidenten erfunden wurden. Weil nirgendwo das Licht so weich ist wie in den St. Petersburger weissen Nächten. Weil Geschichte in Russland unvorhersehbar ist. Weil hier der Baikalsee liegt. Weil es Leute gibt, die auf Rentieren reiten. Weil Verkehrspolizisten sehr menschlich sein können. Weil es für alles eine Abkürzung gibt.

 

Portrait 

Jens Siegert, 1960 in Westdeutschland geboren, lebt und arbeitet seit 1993 in Moskau. Erst hat er über das Land als Radiokorrespondent berichtet, dann, ab 1999, das Moskauer Büro der grünen Heinrich-Böll-Stiftung geleitet. Das Schreiben hat er nicht aufgegeben. In seinem Russlandblog und den »Notizen aus Moskau« in den Russlandanalysen begleitet er das Land freundschaftlich-kritisch. Die tiefsten Einblicke verdankt er seiner russischen Frau und vielen guten Freunden. 

Ich persönlich finde dieses Buch sehr interessant und würde es definitiv weiterempfehlen.

Ihre 'ImVeNa-Leseratte'

Julia Scandella

 

14. Juni 2018

Brittainy C. Cherry – Wie die Stille unter Wasser

„Momente. Die Menschen erinnern sich vor allem an Momente. Denn das Leben ist eine Summe aus einer unendlichen Anzahl von Momenten. Manche sind grausam und voller Erinnerung an nicht vergangenen Schmerz. Manche sind unglaublich schön und voller Versprechen, die auf einen besseren Morgen hoffen lassen. Ich habe in meinem Leben viele solcher Momente erlebt. Momente, die mich veränderten, die mich herausforderten. Momente, die mir Angst machten und mich in die Tiefe rissen. Doch die grössten Momente - die, die mir das Herz brachen und den Atem raubten - habe ich alle mit ihm erlebt. Alles begann mit einem Nachtlicht, das aussah wie eine Rakete, und einem Jungen, der mich nicht lieben wollte.“

Dieses Buch erzählt die Geschichte eines Mädchens namens Maggie, die in frühen Jahren ihre Stimme durch ein tragisches Erlebnis verliert. Seitdem verlässt sie das Haus nicht mehr und ist geprägt von Panikattacken. Durch den besten Freund ihres Bruders wird sie im Laufe der Jahre gestärkt und es entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung. Doch ist es überhaupt möglich, durch diese Voraussetzungen eine glückliche Beziehung zu führen und gelingt es den beiden, Maggies Ängste zu überwinden? Ich habe gelacht, geweint, gehofft und war wütend, während ich dieses Buch gelesen habe. Es ist unglaublich wie es diese Autorin schafft, solch ein Wechselbad der Gefühle durch eine einzige Geschichte in mir auszulösen. Besonders berührend war es, Maggies Gedanken und Ängste miterleben zu dürfen. Ich hatte das Gefühl, als würde ich in ihr stecken und das Ganze selbst durchmachen. Auch die Gedanken von Brooks, ihrem Freund, haben mich oft erzittern lassen und mir Gänsehaut verschafft. Wir bräuchten eindeutig mehr von solchen Traummännern wie Brooks! Das Ende hat mich völlig schockiert, damit hätte ich niemals gerechnet. Und besonders die Stelle, an der Maggie von Brooks schliesslich in den Wahnsinn getrieben wird (Die Leser wissen, was ich meine) hat mich zum Weinen gebracht. Einfach sehr gefühlvoll wie die Autorin schreiben kann. Dieses Buch ist ein echtes Meisterwerk! 

Brittany C. Cherrys erste grosse Liebe war die Literatur. Sie hat einen Abschluss der Carroll Universität in Schauspiel und Creativ Writing und schreibt hauptberuflich Theaterstücke und Romane. Sie lebt mit ihrer Familie in Milwaukee, Wisconsin. "Wie die Stille unter Wasser" ist bereits der 3. Band der „Romance Elements“ Reihe der Autorin Brittainy C. Cherry. Viele die, die anderen Werke der Autorin gelesen haben, wissen, dass ihre Bücher sehr tiefgründig und emotional sind.  "Wie die Stille unter Wasser" handelt ebenfalls von einer Geschichte, die unter die Haut geht und mit vielen tiefgründigen Gefühlen und Emotionen aufgefüllt ist. Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig und angenehm. Die Figuren fand ich auch sehr sympathisch, vor allem musste ich bei den beiden Zwillingsbrüder immer Schmunzeln. Ich denke, auch wenn sie gerne gestänkert haben, haben sie sich tief im Herzen sehr lieb. Andererseits muss ich auch gestehen, war dies bis jetzt für mich das schwächere Werk. Ich habe es nicht an einem Stück wie es die Zeit zuliess gelesen, wie andere Bücher der Autorin. Ich weiss auch nicht genau, woran es gelegen hat, denke aber mal an der Thematik und das Thema was aufgegriffen wird, denn sonst entsprach alles meinen Erwartungen. 

Ihre 'ImVeNa-Leseratte'

Julia Scandella

 

14. Mai 2018

Marc Raabe – Schlüssel 17

Nervenkitzel!?
Viele wollen was lesen, was spannend ist und wo man richtig mitfiebert.
Da bieten Krimis und natürlich auch Thriller die richtige Plattform dafür. Mich interessiert bei Thrillers vor allem die Konstruktion eines ungewöhnlichen, spannenden Falls, bei dem man mitfiebert, versucht, den Täter zu enttarnen und bei dem man auch genug von der Ermittlungsarbeit mitbekommt. Mich fasziniert es, dass der Autor es (im besten Fall) schafft, einen Fall zu erschaffen, der real und glaubwürdig erscheint und dabei trotzdem von den üblichen Klischees abweicht. Ich werde Euch das Buch von Marc Raabe „Schlüssel 17“ präsentieren.

Portrait

Marc Raabe wurde 1968 in Köln geboren. Mit 15 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen und begann mit einem Freund Filme zu drehen. Drei Jahre später entstand daraus eine Produktionsfirma für Industriefilme, Musikvideos und Fernsehen. Zusätzlich studierte er Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Germanistik, beendete jedoch das Studium vorzeitig, um sich ganz seiner Firma zu widmen. Heute ist er Gesellschafter und Geschäftsführer einer Fernsehproduktion und lebt mit seiner Familie in Köln.

SCHLÜSSEL 17

In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Tote mit schwarzen Flügeln: Es ist die prominente Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel. In den Griff ist die Zahl 17 geritzt. Tom Babylon vom LKA will diesen Fall um jeden Preis. Denn mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine kleine Schwester Viola. Doch Tom bekommt eine unliebsame Partnerin für die Ermittlungen. Die Psychologin Sita Johanns fragt sich schon bald, wer in diesem Fall mehr zu verbergen hat: Tom oder der Mörder, der sie beide erbarmungslos vor sich hertreibt.
Der erste Fall für Tom Babylon!

Sommer 1998, eine Clique Jugendlicher finden in einem Kanal einen Toten und einen Schlüssel mit der eingravierten Zahl 17.
Herbst 2017 der inzwischen erwachsene Tom Babylon arbeitet bei der Berliner Kriminalpolizei und wird zu einem Leichenfundort gerufen. Im Berliner Dom hängt bizarr zur Schau gestellt eine bekannte Pastorin mit einem Schlüssel um den Hals. Tom Babylon erkennt den Schlüssel sofort und will den Fall um jeden Preis übernehmen.
Belastet durch private Probleme und immer noch traumatisiert durch das Verschwinden seiner jüngeren Schwester vor 20 Jahre, ist Tom trotzdem in der Ermittlergruppe dabei. Ebenso in die

Ermittlungen eingeschaltet wird die Psychologin Sita Johanns die Tom im Auge behalten soll. Die Zusammenarbeit ist anfangs nicht leicht und Tom versucht lieber eigene Wege zu gehen.
Im Laufe der Ermittlungen entdeckt Tom Zusammenhänge mit der Vergangenheit, insbesondere als weitere Mitglieder der damaligen Clique mit einem Schlüssel um den Hals tot aufgefunden werden.

Der Schreibstil ist bis zum Ende hochspannend. Die einzelnen Rückblicke in die Vergangenheit helfen das Geschehen von heute zu verstehen. Die Auflösung ist gut erklärt und die Geschichte ist abgeschlossen. Die Vergangenheit zur Zeiten der DDR ist noch nicht zur Ruhe gekommen.
Die Personen werden sehr lebendig beschrieben, und das Buch war wirklich sehr spannend zu lesen.

Leser nicht gefallen, aber hier wird der Keim für den nächsten Thriller gelegt. Hochspannung, witzige und authentische Dialoge, bemerkenswerte Charaktere jenseits der beiden Haupt-Protagonisten – »Schlüssel 17« bietet. Am Ende werden längst nicht alle losen Fäden zusammengebunden. Das wird dem einen oder anderen alles, was in meinen Augen einen Thriller mehr als lesenswert macht.

Ein Satz würde eigentlich reichen: 512 Seiten von Gestern auf Heute gelesen. Sowas mache ich bestimmt nicht, wenn das Buch nicht spannend ist. Marc Raabe hat mich mit seinem Buch gefesselt, ich fand es durchgängig sehr spannend und die Ausflüge in die DDR Vergangenheit samt der verlassenen Bauwerke interessant. Der Perspektivenwechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit war sehr abwechslungsreich zu lesen. Ein super Thriller, der ohne Langweile daherkommt und mit Wendungen aufwartet, wo man bis zum Ende nicht auf den Täter schliessen kann.

Ihre 'ImVeNa-Leseratte'

Julia Scandella

 

15. April 2018

Carlo Ancelotti – QUIET LEADERSCHIP - Wie man Menschen und Spiele gewinnt

Ein Geschenk für meinen Mann, der das Buch durch die spannende Erzählung seines Lebens von Herrn Ancelotti mit Begeisterung schnell durchgelesen hatte. Ich habe mir vorher das Buch von Zlatan Ibrahimovic durchgelesen und hatte Lust auf mehr, aber doch mit mehr Eleganz. «Quiet Leadership» von Carlo Ancelotti ist sehr gut geschrieben, gibt ein bisschen Einsicht in die Fussballwelt, aber viel wichtiger ist, dass man verschiedene Charaktere anders sieht. Man versteht wie man in verschiedenen bzw. mit komplexen Situationen umzugehen hat.

Portrait 

Carlo Ancelotti, 1959 in Reggiolo/Italien geboren, begann seine Karriere als Mittelfeldspieler beim AS Rom und beim AC Mailand. Er trainierte und managte u.a. AC Mailand, FC Chelsea, Paris Saint-Germain und zuletzt das Team von Real Madrid, das er mit dem Sieg in der Klub-WM zum Besten der Welt gemacht hat. Er hat den wichtigsten Titel im europäischen Fußball, die Champions League, fünfmal gewonnen – zweimal als Spieler und dreimal als Trainer. Zur Saison 2016/2017 unterschrieb Ancelotti als Cheftrainer beim FC Bayern München.

 

Carlo Ancelotti gehört zu den erfolgreichsten Fußballtrainern der Welt, fünf Champions-League-Siege gehen auf seinen Namen. Dabei könnte sich sein Ansatz nicht stärker unterscheiden vom aggressiven Führungsstil anderer Trainerlegenden. In „Quiet Leadership“ gibt der neue Cheftrainer des FC Bayern Einblick in seine Führungsphilosophie: Worauf kommt es Ancelotti an, wenn er ein Team übernimmt und an die Spitze führt? Wie baut er Talente auf? Wie geht er mit den Topstars um? Und wie schafft er es, die Leidenschaft für den Fußball trotz Erfolgsdruck und Professionalisierung immer weiter brennen zu lassen?
Ancelotti nimmt den Leser mit in die Kabine, auf eine Spurensuche zu Vorbildern, Herausforderungen und wichtigen Entscheidungen seiner internationalen Laufbahn. Mit exklusiven Beiträgen von David Beckham, Cristiano Ronaldo, Zlatan Ibrahimovic, John Terry, Sir Alex Ferguson u.a. 

 

Über das Buch 

Seine Aussagen über das Führen von Menschen sind sicher nicht neu und revolutionär. Ich denke die Kurzfassung ist: Wer Menschen führen will muss sich selbst treu bleiben, seine Untergebenen als Menschen wahrnehmen, sie respektieren und ehrlich zu ihnen sein. Vertrauen, Respekt und Ehrlichkeit sind die Basis aller erfolgreicheren Organisationen. Aber da diese Aussagen in seine Autobiographie eingeflochten sind und durch Statements von Untergebenen, Kollegen und Vorgesetzten untermauert werden, entsteht ein klares Bild wie sich Carlo Ancelotti erfolgreiches Führen vorstellt. Er macht aber auch klar, dass dies ein Trainer nie alleine leisten kann. Er steht nicht auf dem Platz. Er benötigt Spieler die auf und neben dem Platz führen. Eine sehr gute Idee ist, dass nach jedem Kapitel eine kurze Zusammenfassung steht. In dieser Zusammenfassung (quasi Executive Summary) werden Kernthesen zur Führung aus diesen Kapitel herausgezogen und pointiert formuliert aufgelistet.
Carlo Ancelotti schreibt kein Enthüllungsbuch, er haut niemanden in die Pfanne, bei seinen Negativbeispielen nennt er nie Namen. Carlo Ancelotti hatte es natürlich mit mächtigen Vereinsbossen zu tun. Diese gelten nicht als einfach. Aber Carlo Ancelotti sieht dies als Teil seiner Aufgabe an. Auch wenn er zugibt, dass er es vorzieht, wenn er einen Vermittler zwischen Verein Präsident und sich hat.
Aber er schreibt, dass es legitim ist, dass der oberste Boss Erwartungen hat. Es ist die Aufgabe des Trainers diese zu erfüllen. Denn schließlich hatte man vor Vertragsabschluss Zeit sich zu informieren und sich zu überlegen, ob man in diesem Umfeld arbeiten will.
Sehr schön und anschaulich beschreibt Carlo die Eigenheiten (Kultur) der Fußballclubs für die er gearbeitet hat. Was das Buch so lesenswert macht, ist wie Carlo Ancelotti beschreibt wie und was er bei den Fußballclubs gelernt hat.


Carlo Ancelotti weiss, dass seine ruhige Art (fast) immer respektvoll mit anderen Menschen umzugehen, im oft als Schwäche ausgelegt wird. Aber er kennt sein Naturell und will es nicht ändern. Aber er hat erlebt, dass Menschen, wenn man sie überzeugt, härter und entschlossener für die gemeinsamen Ziele kämpfen als Menschen denen man blosse Kommandos gibt.
Er wird von allen als Mensch geschildert der wirklich zuhört. Das ist auch erforderlich, wenn man andere Überzeugen will. Auf Dauer geht dies nur, wenn man die eignen Ansichten und Ziele an den Fragen und Antworten den Gesprächspartnern prüft. Sich Fehler einzugestehen und gute Ideen von anderen zu übernehmen sieht Carlo Ancelotti als Stärke und nicht als Schwäche. Wer wirklich überzeugen will, muss bereit sein sich von besseren Argumenten überzeugen zu lassen.
Seine Art Mannschaften zu führen rührt als dem Selbstbewusstsein das er aus seinen Erfolgen als Spieler und Trainer schöpft. Er muss nicht jedem zu jeder Zeit beweisen, wie gut er ist.
Indem er sein Ego zurückstellt gewinnt er die Zeit sich wirklich seinen Spielern und Vorgesetzten zu widmen. Dies ermöglicht es ihm Beziehungen zu Menschen aufzubauen. Auf diesen Beziehungen beruht sein Erfolg als Führungsperson.

Insgesamt fand ich das Buch ganz unterhaltsam. Die Kapitel sind gut und flüssig zu lesen und die Einblicke sind ganz interessant. Sehr spannend fand ich die Worte der verschiedenen Spieler und Co-Trainer, die mit Carlo Ancelotti gearbeitet haben. Ein kluges und lehrreiches Buch über einem Mann, der sie alle trainiert hat: Von Beckham bis Ibrahimovic. Aber auch ein Buch mit vielen Gastbeiträgen berühmter Fussballer über einen Mann, der sie alle ausgehalten hat: Von Berlusconi bis Abramovic. Kurzweilig und gut!

So ist das Buch weit mehr als eine blosse sportliche Autobiographie​.

Ihre 'ImVeNa-Leseratte'

Julia Scandella

 

18. März 2018

Laura Kneidl – Berühre mich. Nicht.

New Adult Geschichte… Ich bin für gewöhnlich sehr vorsichtig, was dieses Genre angeht. Ich lese diese Bücher sehr bedacht, auch zwischen den Zeilen, manchmal vielleicht zu sehr zwischen den Zeilen, weshalb die meisten New Adult Bücher auf meiner imaginären Müllhalde landen. Nicht so aber Berühre mich. Nicht. von Laura Kneidl. 

Ich will Euch gerne ein Buch von Laura Kneidl präsentieren. Laura Kneidl, geboren 1990, wuchs in der Nähe von Erlangen auf. Heute studiert sie an der Hochschule der Medien "Bibliotheks- und Informationsmanagement". Inspiriert von zahlreichen Fantasyromanen begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Projekt zu schreiben. Neben dem Verfassen von Romanen gilt ihr Interesse dem Lesen und Rezensieren solcher, weshalb sie einen eigenen Bücherblog betreibt. Seit Anfang 2013 ist sie Mitbegründerin des Schreibwahnsinns, einer Gruppe möwenverrückter Autoren, die gerne über das Schreiben schnattern.

Mich konnte der Roman letztendlich packen, obwohl ich bei der ersten Hälfte mit Zweifeln zu kämpfen hatte. Als ich mich jedoch auf die Geschichte einließ und sich mehr zwischen den beiden Hauptcharakteren entwickelte, fühlte ich mich gut unterhalten.

Berühre mich. Nicht. Sie dachte, dass sie niemals lieben könnte. Doch dann traf sie ihn ...Sage Dertings (18) hat an ihrem 18. Geburtstag ihr zu Hause verlassen, um in einer anderen Stadt neu anzufangen. Sie hat kaum Geld, lebt in ihrem Auto und besucht das College. Um über die Runden zu kommen nimmt sie einen Aushilfsjob in der College Bibliothek an. Dort trifft sie auf Luca Gibson (21). Luca verkörpert mit seinem Bad Boy Image all das, vor dem sie sich fürchtet. Nach und nach erhascht sie einen Blick hinter Lucas düsterer Fassade und ist sehr überrascht, über das, was sie dort erblickt. Langsam schleicht sich Luca in ihr Herz. Wird es Sage aber gelingen ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen? Beim Lesen der Geschichte merkt man sofort, dass in Sage Vergangenheit etwas Schreckliches passiert sein muss. Sie hat Panikattacken und zieht sich vor ihrer Umwelt zurück. Sage ist auf sich allein gestellt und sehr kreativ versucht sie das Beste aus ihrer Situation zu machen. Ich mag ihren Charakter sehr gerne. Sie versucht sich ihr Leben zurück zu holen und das böse hinter sich zu lassen. Sie ist stark und eine Kämpferin, hat aber auch viele schwache Momente.

Ein wunderschönes Buch, welches einen sofort in seinen Bann zieht. Frau Kneidl beschriebt auf sehr Eindruck same Weise, welche Ängste ein Mensch haben kann, der schlimme Erfahrungen erlebt hat. Dabei schreibt sie sehr einfühlsam und überaus authentisch Sage und auch Luca´s Gefühlswelt. Natürlich darf die Liebe dabei auch nicht zu kurz kommen. Ihr Schreibstiel hat mir sehr gut gefallen. Es hat richtig Spaß gemacht die Geschichte zu lesen, denn sie hatte für mich überhaupt keine Längen. Die Geschichte ist insgesamt spannend und gefühlvoll erzählt worden und hat mich sehr gut unterhalten. Die Geschichte wird nur aus der Sicht von Sage erzählt. Ich finde das perfekt, denn sie hat so viel mit sich selbst zu tun, das eine andere Person, meiner Meinung nach, beim Erzählen nur stören würde. Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Teil einer Dilogie und endet natürlich mit einen Chliffhanger.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der zweite, abschließende Teil 2 „Verliere mich nicht“ ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Eine wirklich sehr authentische und realistische Geschichte, mit einer Liebe die sich langsam entwickelt, sodass es perfekt ist. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der einen New Adult Roman lesen möchte.

Ihre 'ImVeNa-Leseratte'

Julia Scandella

 

20. Februar 2018

Sebastian Fitzek – Passagier 23

Lesen – für uns ist es die schönste Freizeitbeschäftigung der Welt. Wir entfliehen dem tristen Alltag und reisen in die Welt der Fantasie. Spüren Sie es schon länger? Die Leselust hat Sie wieder einmal gepackt und Sie sehnen sich danach spannende Handlungsstränge zu verfolgen. Ich will Euch gerne ein Buch von Sebastian Fitzek präsentieren. 

Fitzek Sebastian wurde 1971 in Berlin geboren. Er arbeitete zunächst einige Jahre in der Programmdirektion des Berliner Radiosenders 104.6 RTL. Er studierte Jura bis zum ersten Staatsexamen, promovierte im Urheberrecht und arbeitete dann als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen Deutschlands. Fritzeks Werke sind bislang in 24 Sprachen übersetzt. Als einer von wenigen deutschen Thriller Autoren wird er auch in England und den USA verlegt. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Frau Sandra und den drei Kindern in Berlin.

Es ist mein erstes Buch von Fitzek und ich muss sagen, es ist nicht mein letztes! Besonders toll ist, dass so fantasievoll auch alles klingt, doch sehr viele Wahrheiten in den Hintergrundinfos steckt!

Inhalt: Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...
Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff Sultan of the Seas, niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thriller Autorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der Sultan kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der Sultan verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm ...

Das Buch ist durchgehend sehr spannend, ich musste es einfach schnellstmöglich durchlesen und wollte es gar nicht aus der Hand legen. Jedes Mal, wenn ich dachte, ich hätte jetzt alles durchschaut und kann das Ende erraten, wendet sich die komplette Story, bringt mich wieder zum Grübeln und fesselt mich noch mehr an das Buch. Dies geschieht immer wieder, was am Ende schon fast, aber nur fast, nervig wurde. 

Wer dieses Buch liest, ist danach ein Sebastian Fitzek Fan. Nicht ganz zwei Tage und ich hatte dieses Buch durch. Es ist sensationell und sehr gut geschrieben. Die Sprache und Wortwahl sehr spannend und extrem fesselnd. Bei Sebastian Fitzeks Buch mag ich es so sehr, dass er den Leser komplett an der Nase herumführt. Man meint immer wieder auf der richtigen Spur zu sein und zack stellt sich doch alles ganz anders heraus. Ein gelungener Thriller, der im Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff bestimmt doppelt so viel Spaß macht wie am Wochenende auf der Couch!

Wenn Sie Lust haben auf einen schnellen, atemberaubenden Psychothriller, dann sollten Sie „Passagier 23“ jetzt lesen!

Ihre 'ImVeNa-Leseratte'

Julia Scandella

 

13. Januar 2018