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Steuern – Aktuelles

Steuern-Ratgeber 2017

Fahrkostenabzug bei Bundessteuer ab 1. Januar 2016 beschränkt auf CHF 3'000.-

Natürliche Personen mit Lohnausweis (Unselbständige) dürfen bei der direkten Bundessteuer künftig maximal 3000.- CHF. für berufsbedingte Fahrkosten vom steuerbaren Einkommen abziehen. Als Folge des neuen Gesetzes zur Finanzierung und Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (FABI) hat das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) die Berufskostenverordnung auf den 1. Januar 2016 entsprechend angepasst.

Die Neuerung gilt sowohl für die Fahrkosten der privaten, als auch der öffentlichen Verkehrsmittel.

 

Grundlage

Die Abstimmungsvorlage FABI (Finanzierung und Ausbau der Eisenbahninfrastruktur) wurde im Februar 2014 vom Stimmvolk gutgeheißen und somit,  nicht für alle Stimmbürger bewusst, die steuerliche Begrenzung des Pendlerabzuges eingeführt. Zur Finanzierung der Bahninfrastruktur werden bestehende Einnahmenquellen (z.B. LSVA), sowie auch neue Mittel verwendet. Eines dieser neuen Mittel ist die Begrenzung der steuerlichen Abzugsfähigkeit der Fahrkosten von unselbständig Erwerbenden. Dies betrifft den Weg zwischen Wohn- und Arbeitsort.

Diese neue Regelung ist nun gesetzlich verankert und wird per 1. Januar 2016 für die Bundesteuer umgesetzt. Auf kantonaler Ebene gibt es verschiedene Auffassungen. Einige Kantone sehen höhere Begrenzungen vor, andere sind noch in der Prüfung und wieder andere lassen die unbeschränkten Fahrkostenabzüge weiterhin zu.

Berechnung eigenes Fahrzeug

Sie als Pendler müssen für den Arbeitsweg in ihren privaten Steuererklärungen ab 2016 Kürzungen beim Fahrkostenabzug in Kauf nehmen. Das heisst, dass steuerliche Einkommen fällt höher aus. Dies betrifft ebenfalls die öffentlichen Verkehrsmittel. Das GA kostet bereits heute mehr als der Abzug von CHF 3‘000.-.

 

Benutzen Sie als Arbeitnehmer für den Arbeitsweg das Privatfahrzeug, können Sie nicht wie bis anhin alle Fahrkosten in der Steuererklärung geltend machen. Auf Bundessteuerebene gilt  die maximale Limite von CHF 3‘000.- pro Jahr. Die Auswirkungen auf das steuerbare Einkommen sehen wie folgt aus:

 

Fazit: Sie als steuerpflichtige Person können somit nicht mehr die ganzen Fahrkosten (Gewinnungskosten) in Abzug bringen. 

Berechnung Geschäftsfahrzeug

Auch beim Arbeitnehmer mit Geschäftsfahrzeug wird FABI zum Thema. Die Steuerverwaltung macht geltend, dass auch hier eine Aufrechnung beim steuerlichen Einkommen geschehen muss.

Heute können Steuerpflichtige, die ein Geschäftsfahrzeug zur Verfügung haben, keine Fahrkosten zwischen dem Wohn- und Arbeitsort geltend machen. Für die private Nutzung wird ein Privatanteil als Lohnbestandteil der Einkommenssteuer aufgerechnet (9.6% pro Jahr vom Anschaffungswert des Fahrzeuges). Diese Aufrechnung unterliegt den Sozialversicherungen und der Mehrwertsteuer. Es kommt nun seitens der Steuerbehörden die Meinung auf, dass bei Benutzung von Geschäftsfahrzeugen ab 1. Januar 2016 ebenfalls eine Korrektur erfolgen muss. Denn der aufgerechnete Privatanteil deckt lediglich die privaten Fahrten, jedoch nicht den Arbeitsweg. Der Arbeitgeber, welcher das Geschäftsauto zur Verfügung stellt, trägt den ganzen Aufwand und somit auch die Kosten für den Arbeitsweg. Da FABI eine Begrenzung der Fahrkosten festlegt, muss hier ein Ausgleich geschehen. Ansonsten ist dies eine Ungleichbehandlung zu jenen Steuerpflichtigen ohne Geschäftsfahrzeug.

Sonja Hadorn,

KBT Treuhand AG Aargau

 

8. Februar 2017